Koulibaly kritisiert Reisebeschränkungen für Senegal-Fans bei WM 2026

Kurzüberblick
Senegal-Star Kalidou Koulibaly hat die Reisebeschränkungen für Fans aus Afrika bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA scharf kritisiert. Er fordert gleiche Bedingungen für alle Teams und deren Anhänger.
Der senegalesische Nationalspieler Kalidou Koulibaly hat sich in deutlichen Worten gegen die Reisebeschränkungen für Fans aus Afrika im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA ausgesprochen. „Es stimmt, dass einige Unterstützer nicht nach Amerika fliegen konnten. Ich denke, jedes Team sollte seine Leute dabei haben können, also verstehe ich nicht, warum Menschen aus Afrika nicht ihre Leute haben können“, sagte der Innenverteidiger von Al-Hilal in einem Interview mit The Athletic.
Hintergrund der Reisebeschränkungen
Die USA als Gastgeber der Weltmeisterschaft 2026 haben strenge Einreisebestimmungen erlassen, die insbesondere Fans aus afrikanischen Ländern betreffen. Diese Maßnahmen, die unter anderem Visumserfordernisse und Sicherheitsüberprüfungen umfassen, haben dazu geführt, dass viele senegalesische Anhänger keine Möglichkeit hatten, ihre Mannschaft zu den Spielen zu begleiten. Koulibaly betonte, dass dies nicht nur Senegal, sondern auch andere afrikanische Nationen betreffe, die sich für das Turnier qualifiziert haben.
Ungleiche Behandlung von Fans
Der 33-jährige Abwehrspieler, der zuvor für den SSC Neapel und den FC Chelsea spielte, wies auf die Ungerechtigkeit hin: „Jedes Team sollte seine Fans haben können. Warum sollten afrikanische Fans anders behandelt werden als europäische oder südamerikanische?“ Er forderte die FIFA und die US-Behörden auf, Lösungen zu finden, um allen Fans die Teilnahme an der WM zu ermöglichen.
Auswirkungen auf die senegalesische Mannschaft
Senegal, das sich als einer der Top-Favoriten aus Afrika für die WM qualifiziert hat, könnte durch die fehlende Unterstützung der Fans im Stadion benachteiligt sein. Koulibaly, der Kapitän der Nationalmannschaft, unterstrich die Bedeutung der Fans für die Moral des Teams: „Unsere Fans geben uns Kraft. Ohne sie ist es nicht dasselbe.“ Die senegalesische Regierung hat bereits diplomatische Schritte unternommen, um die Reisebeschränkungen zu lockern, bisher jedoch ohne Erfolg.
Internationale Reaktionen
Koulibalys Aussagen haben international für Aufsehen gesorgt. Mehrere afrikanische Fußballverbände haben sich solidarisch gezeigt und fordern ebenfalls eine Überprüfung der US-Einreisebestimmungen. Die FIFA hat angekündigt, mit den US-Behörden zu verhandeln, um eine Lösung zu finden, die den Fans aus allen teilnehmenden Ländern gerecht wird.
Die Weltmeisterschaft 2026 wird erstmals in drei Ländern – den USA, Kanada und Mexiko – ausgetragen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch die Diskussion um die Reisefreiheit der Fans wirft einen Schatten auf das Turnier. Koulibaly hofft, dass bis zum Turnierstart im Juni 2026 eine Einigung erzielt wird: „Ich bin optimistisch, dass die Verantwortlichen eine Lösung finden. Fußball verbindet Menschen, und das sollte auch hier gelten.“
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