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Hincapie als zweiter Spieler wegen Mundbedeckens vom Platz gestelltEcuadors Piero Hincapie wurde beim 0:2 gegen Mexiko des Feldes verwiesen, weil er sich beim Reden den Mund zuhielt. Es ist der zweite Fall bei der WM 2026 nach Paraguays Miguel Almiron. Die neue Fifa-Regel soll konfrontative Äußerungen unterbinden./images/de/2026/07/hincapie-als-zweiter-spieler-wegen-mundbedeckens-vom-platz-gestellt-2bc99c4c-800w.webpHincapie als zweiter Spieler wegen Mundbedeckens vom Platz gestellt

Hincapie als zweiter Spieler wegen Mundbedeckens vom Platz gestellt

Aktualisiert 2 min read
Ecuadors Piero Hincapie hält sich beim Sprechen mit Mexikos Santiago Gimenez die Hand vor den Mund, während der Schiedsrichter die Rote Karte zeigt.

Kurzüberblick

Ecuadors Piero Hincapie wurde beim 0:2 gegen Mexiko des Feldes verwiesen, weil er sich beim Reden den Mund zuhielt. Es ist der zweite Fall bei der WM 2026 nach Paraguays Miguel Almiron. Die neue Fifa-Regel soll konfrontative Äußerungen unterbinden.

Ecuadors Piero Hincapie ist der zweite Spieler bei der Weltmeisterschaft 2026, der wegen Bedeckens seines Mundes während einer Auseinandersetzung mit einem Gegenspieler des Feldes verwiesen wurde. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit, als seine Mannschaft mit 0:2 gegen Mexiko zurücklag und kurz vor dem Ausscheiden aus dem Turnier stand.

Der Vorfall im Detail

Der 24-jährige Abwehrspieler des FC Arsenal hielt sich beim Sprechen mit Mexikos Santiago Gimenez die Hand vor den Mund. Schiedsrichter Slavko Vincic aus Slowenien hatte die Aktion zunächst nicht gesehen, zeigte Hincapie jedoch die Rote Karte, nachdem ihn der Video-Assistent (VAR) aufgefordert hatte, die Szene am Spielfeldrand zu überprüfen.

Hincapie folgt damit Paraguays Flügelspieler Miguel Almiron, der als erster Spieler wegen Verstoßes gegen die neue Regel des Weltfußballverbands Fifa vom Platz gestellt wurde. Almiron war in der Gruppenphase gegen Türkei des Feldes verwiesen worden, seine Mannschaft gewann jedoch mit 1:0.

Hintergrund der neuen Regel

Die Entscheidung zur Einführung dieser Regel wurde im April auf einer Sondersitzung des International Football Association Board (Ifab) in Vancouver getroffen. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte sich zuvor für eine solche Bestrafung ausgesprochen und erklärt, Schiedsrichter sollten von einer „Vermutung“ ausgehen, dass Spieler „etwas gesagt haben, was sie nicht hätten sagen sollen“.

Vor dem Turnier erläuterte Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina, dass Spieler ihren Mund bedecken dürften, wenn sie „freundschaftliche Gespräche“ führten. Das neue Gesetz sei für „konfrontative“ Interaktionen gedacht.

Unterschiedliche Auslegung im Fall Bellingham

Erst vergangene Woche war Englands Mittelfeldspieler Jude Bellingham nicht des Feldes verwiesen worden, obwohl er sich beim Gespräch mit Ghanas Jordan Ayew den Mund zugehalten hatte. Die unterschiedliche Behandlung zeigt, dass die Entscheidung über einen Platzverweis im Ermessen des Schiedsrichters liegt, der alle Umstände berücksichtigt, bevor er die Rote Karte zeigt.

Vorgeschichte: Der Fall Prestianni

Das Thema der Mundbedeckung war im Februar in den Fokus gerückt, als Benfica-Flügelspieler Gianluca Prestianni während eines Champions-League-Spiels sein Trikot anhob, während er mit Real Madrids Vinicius Jr. sprach. Dem argentinischen Nationalspieler wurde rassistische Beleidigung vorgeworfen, was er bestritt. Nach einer Untersuchung der Uefa wurde Prestianni jedoch wegen homophoben Verhaltens für sechs Spiele gesperrt, von denen drei zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Die Fifa hofft, mit der neuen Regel klare Grenzen zu setzen und konfrontative oder beleidigende Äußerungen auf dem Spielfeld zu unterbinden. Die endgültige Entscheidung über einen Platzverweis bleibt jedoch stets dem Schiedsrichter vorbehalten.

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