Belgiens Trainer Garcia verlässt Nationalteam nach Vertragsende

Kurzüberblick
Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia wird das Team nach Ablauf seines Vertrags Ende Juli verlassen. Der 62-Jährige führte die Red Devils bei der WM 2026 ins Viertelfinale. Der Verband bereitet nun die Suche nach einem Nachfolger vor.
Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia wird seinen Posten nach Ablauf seines Vertrags Ende Juli räumen. Der belgische Fußballverband (RBFA) hat sich gegen eine Verlängerung des Arbeitspapiers entschieden, wie der Verband am Donnerstag mitteilte.
Erfolgreiche WM-Teilnahme trotz schwieriger Umstände
Garcia hatte die belgische Nationalmannschaft im Januar 2025 von Domenico Tedesco übernommen und führte sie bei der Weltmeisterschaft 2026 bis ins Viertelfinale. Dort unterlag das Team dem späteren Weltmeister Spanien mit 1:2. Der 62-jährige Franzose, der zuvor unter anderem die AS Rom, Olympique Lyon und Olympique Marseille trainiert hatte, unterschrieb damals einen Vertrag bis Ende Juli 2026.
Die Gruppenphase verlief für Belgien durchwachsen: Von drei Spielen gewann die Mannschaft nur eines. In der Runde der letzten 32 gelang jedoch ein bemerkenswertes Comeback gegen Senegal, das mit 3:2 bezwungen wurde. Im Achtelfinale beeindruckte Garcia mit seinem Team durch einen 4:1-Sieg gegen den Co-Gastgeber USA. Diese Partie wurde jedoch von einer Kontroverse überschattet: Die FIFA hatte die Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun aufgehoben, was Garcia als „Aprilscherz“ bezeichnete.
Garcia: „Schlüsselrolle bei der Wiederbelebung der Red Devils“
Vincent Mannaert, Sportdirektor des belgischen Verbandes, würdigte Garcias Arbeit: „Rudi Garcia hat zweifellos eine Schlüsselrolle bei der Wiederbelebung der belgischen Red Devils gespielt. Er wurde in einem schwierigen sportlichen und finanziellen Kontext zum Nationaltrainer ernannt. Dank seines Engagements und seiner Erfahrung wurde der Teamzusammenhalt wiederhergestellt und bei der letzten Weltmeisterschaft ein starkes Ergebnis erzielt. Im Namen des Verbandes möchte ich Rudi und seinen Assistenten für die vergangenen 18 Monate herzlich danken. Gemeinsam mit meinem Team bereite ich mich derzeit auf einen neuen Zyklus vor, einschließlich der Ernennung eines neuen Nationaltrainers.“
Ausblick: Verband sucht Nachfolger
Garcia, der zuvor auch bei der AS Rom, Olympique Lyon und dem SSC Neapel an der Seitenlinie stand, hat seit seinem Abschied von Olympique Marseille im Jahr 2019 keine Position länger als zwei Jahre bekleidet. Der belgische Verband wird nun die Suche nach einem neuen Cheftrainer für die anstehende Qualifikation zur Europameisterschaft 2028 einleiten.
Mehr zu diesen Themen
Vidosic verlässt Brighton überraschend vor WSL-Saison
Brightons Trainer Dario Vidosic verlässt den Klub nur eine Woche vor Saisonstart, um eine neue Herausforderung anzunehmen. Der Australier führte das Team im Mai erstmals ins FA-Cup-Finale und erreichte mit Brighton den fünften Platz in der WSL. Als möglicher Nachfolger gilt Arturo Ruiz, während Vidosic in die US-amerikanische NWSL wechseln könnte.
Uefa will Boykott-Drohung gegen Fifa offenbar fallen lassen
Die Uefa steht offenbar kurz davor, ihre Boykott-Drohung gegen Fifa-Wettbewerbe zurückzunehmen, nachdem sie Zusicherungen erhalten hat, dass der Plan von Gianni Infantino, Anteile an der WM zu verkaufen, nicht wiederholt wird. Das Thema wird am Donnerstag im Uefa-Exekutivkomitee besprochen.

Graham Arnold verlängert als irakischer Nationaltrainer
Graham Arnold hat seinen Vertrag als irakischer Nationaltrainer um sechs Monate verlängert. Der Australier bleibt damit bis zur Asienmeisterschaft 2025 im Amt, nachdem er das Team zur ersten WM-Teilnahme seit 40 Jahren geführt hatte.
Englands U20-Frauen: Kader trotz Boykottdrohung benannt
Trotz anhaltender Boykottdrohungen europäischer Verbände hat England seine U20-Frauenmannschaft für die Weltmeisterschaft in Polen benannt. Trainerin Lydia Bedford äußert sich erstmals zur möglichen Blockade und betont den Fokus auf sportliche Vorbereitung.

