Sami Al-Jaber im FIFA-Podcast: „Es war ein Traum“

Kurzüberblick
Saudi-Arabiens Fußballlegende Sami Al-Jaber spricht im FIFA-Podcast über seine Kindheitsträume, die erste WM-Teilnahme 1994 und den unvergesslichen Sieg gegen Belgien.
Die saudische Fußballlegende Sami Al-Jaber hat im FIFA-Podcast über seine bewegende Karriere und die unvergesslichen Momente bei Weltmeisterschaften gesprochen. Der Stürmer, der an vier aufeinanderfolgenden WM-Endrunden teilnahm, gewährte tiefe Einblicke in seinen Weg vom träumenden Jungen zum Star auf der größten Bühne des Fußballs.
Von Kindheitsträumen zur WM-Bühne
Heute ist Saudi-Arabien ein fester Bestandteil der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™. Die Grünen Falken haben an sieben der letzten neun Turniere teilgenommen – genauso viele wie Kroatien und mehr als der viermalige Weltmeister Italien. Doch das war nicht immer so. Vor der WM 1994 in den USA hatte sich Saudi-Arabien noch nie für ein Endturnier qualifiziert. Die aufstrebenden Fußballer des Landes, darunter Sami Al-Jaber, konnten sich eine Teilnahme nur in ihren kühnsten Träumen ausmalen.
„Ich habe davon geträumt, beim Turnier zu spielen“, erzählte Al-Jaber dem ehemaligen französischen Nationalspieler Mikaël Silvestre im FIFA-Podcast. „Ich erinnere mich, dass ich die WM 1986 in Mexiko im Fernsehen verfolgt habe. Ich sah all die Details: Brasilien, die französische Mannschaft, Michel Platini damals. Wenn die Spiele zu Ende waren, schnappte ich mir den Ball, ging nach draußen und kommentierte mich selbst: ‚Ich spiele für Saudi-Arabien in der Nationalmannschaft. Das hier ist Mexiko-Stadt.‘ Es war ein Traum. Der Traum ist mit mir gewachsen.“
Knapp acht Jahre später war Al-Jaber eine treibende Kraft, die Saudi-Arabien zur ersten WM-Teilnahme verhalf. Im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen den Iran erzielte er beim 4:3-Sieg ein Tor und sicherte seinem Land das Ticket für die USA. Doch kaum jemand gab den Grünen Falken bei der Endrunde eine Chance.
Die Skepsis vor dem Turnier
„Wir wussten, dass die Niederlande in unserer Gruppe waren, mit Ruud Gullit, Marc Overmars – die ganze Mannschaft: Top-Spieler, die in Europa spielten. Eine goldene Generation“, erinnerte sich Al-Jaber. „Die zweitbeste Mannschaft damals war Belgien mit Enzo Scifo und all den anderen. Und dann Marokko, dessen Spieler zu 90 Prozent in der französischen Liga spielten. Bevor wir zur WM aufbrachen, kamen Leute auf der Straße auf uns zu und sagten: ‚Bitte verliert nicht 7:0 oder 9:0. Bitte verliert nicht mit vielen Toren, geht einfach hin und spielt mit Herz.‘ Niemand erwartete, dass wir in diese starke Gruppe gehen und solche Spiele abliefern würden.“
Doch Saudi-Arabien überlebte nicht nur, sondern blühte auf der WM-Bühne auf. Al-Jaber erzielte im ersten Spiel gegen Marokko den Treffer zum 2:1-Sieg – dem ersten WM-Sieg der saudischen Geschichte. Ein atemberaubendes Solo von Saeed Al-Owairan besiegelte dann den 1:0-Erfolg gegen Belgien und katapultierte die Neulinge ins Achtelfinale. Dort war Schweden eine Nummer zu groß, aber Al-Jaber und seine Mannschaft hatten sich in die Fußballgeschichte ihres Landes eingeschrieben und einen Standard gesetzt, der bis heute nicht übertroffen wurde.
Der FIFA-Podcast: Exklusive Einblicke
Der FIFA-Podcast nimmt die Zuhörer mit ins Herz der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ – mit exklusiven Zugängen, Expertenanalysen und unvergesslichen Geschichten aus Kanada, Mexiko und den USA. Moderiert von Christian Vieri und Mikaël Silvestre, bietet die Sendung Gespräche mit FIFA-Legenden, aktuellen Fußballstars und prominenten Gästen, die über die größten Momente des Turniers reflektieren. Von Spielreaktionen und Hintergrundberichten bis hin zu einzigartigen WM-Erinnerungen – jede Episode bietet eine neue Perspektive auf den schönsten Sport der Welt. Neue Folgen erscheinen während des Turniers auf dem FIFA-YouTube-Kanal.
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