Welche Teams machen 2030 den nächsten Schritt?

Kurzüberblick
Viele der Top-Teams der WM 2026 werden auch 2030 zu den Favoriten zählen, doch eine Reihe aufstrebender Nationen drängt nach vorne.
Vier Jahre mögen nicht lang klingen, aber für Mannschaften, die sich nach dem nächsten Schritt sehnen, fühlt es sich wie eine Ewigkeit an. Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ hat eindrucksvoll gezeigt, wie gut die Jahre zwischen zwei Turnierausgaben genutzt werden können: Immer mehr Nationen treten aus dem Schatten der etablierten Größen und entwickeln sich zu ernsthaften Anwärtern.
Die Co-Gastgeber 2030: Ambitionen und Perspektiven
Marokko, Portugal und Spanien sind als Co-Gastgeber der WM 2030 bereits qualifiziert, ebenso wie Uruguay, Argentinien und Paraguay als Gastgeber der besonderen Hundertjahrfeierlichkeiten. Diese sechs Nationen werden das Turnier nicht nur ausrichten, sondern auch sportlich ein gewichtiges Wort mitreden wollen.
Marokko: Kontinuität und Heimvorteil
Marokko und Spanien gehörten in Nordamerika zu den zehn Teams mit dem jüngsten Durchschnittsalter im Kader. Die Leistungen der Atlas-Löwen bewiesen, dass ihr Erfolg kein einmaliges Phänomen war. Mit einem starken Fokus auf die Jugendarbeit, insbesondere auf technische Ausbildung, könnte sich diese Investition in vier Jahren auszahlen – erst recht mit dem Heimvorteil im Rücken.
Spanien: Eine unnachgiebige Mannschaft
Angesichts der Dominanz Spaniens in Nordamerika ist es nicht abwegig, dass ihr talentierter junger Kader im nächsten WM-Zyklus weiter reift – eine Aussicht, die den Rest der Fußballwelt beunruhigen dürfte. Ein kürzlicher Kommentar von Trainer Luis de la Fuente klang wie eine Warnung: „Diese Mannschaft ist absolut unnachgiebig." Als frischgebackener Weltmeister hat La Roja für fast jede Position Spieler in der Hinterhand, sodass das Niveau mindestens gehalten werden dürfte. Die Herausforderung wird eine andere sein: den Hunger und die Schärfe zu bewahren, nachdem praktisch jede Trophäe bereits im prall gefüllten Schrank steht.
Portugal: Umbruch nach dem Achtelfinal-Aus
Im Vergleich zu den iberischen Nachbarn reiste Portugal mit einem etwas älteren Kader nach Nordamerika, sodass sich bis 2030 mehr Bewegung im Aufgebot abzeichnen könnte. Nach dem Ausscheiden im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister gab Cristiano Ronaldo bekannt, dass er keine siebte WM-Teilnahme anstrebe. Auch Bruno Fernandes und Ruben Dias, zwei weitere Schlüsselfiguren im Rückgrat der Mannschaft, gehören zu den erfahreneren Mitgliedern – beide könnten jedoch noch eine WM in sich haben. Dahinter drängt eine bemerkenswert große Gruppe talentierter Spieler auf mehr Einsatzzeit. Kurz gesagt: Alle drei Co-Gastgeber werden sich 2030 gute Chancen ausrechnen, weit zu kommen.
Afrikas junge Wilden: Die Elfenbeinküste und andere
Besonders spannend wird es, wenn man über Marokko hinaus nach Afrika blickt. Kaum ein WM-Teilnehmer 2026 verdient mehr Lob als die Elfenbeinküste. Der Kader mit dem jüngsten Durchschnittsalter zeigte in Nordamerika mutige und entschlossene Leistungen. Wenn Spieler wie Yan Diomande und Amad Diallo ihre Entwicklung fortsetzen, könnten sie 2030 zu den Stars zählen. Trainer Emerse Fae hat die Grundlagen für eines der faszinierendsten Projekte der nächsten Jahre gelegt.
Ghana, Tunesien und Südafrika waren drei weitere afrikanische Teams in Nordamerika mit einem Durchschnittsalter unter 27 Jahren. Nimmt man die vielen beeindruckenden Ergebnisse und Überraschungen des Kontinents als Indikator – etwa Kap Verdes 0:0 gegen Spanien und die Verlängerung gegen Argentinien im Sechzehntelfinale –, könnte 2030 eine noch stärkere Welle afrikanischer Mannschaften zur WM reisen.
Weitere Anwärter aus aller Welt
Keine Liste wäre vollständig ohne einen Blick auf Kandidaten aus anderen Konföderationen. Die nächsten Generationen aus Ecuador und den USA haben gezeigt, dass sie in Zukunft zu beachten sein werden. Angesichts der schieren Qualität in den Kadern Englands und Frankreichs werden auch diese beiden europäischen Schwergewichte 2030 wieder zu den Mitfavoriten zählen – aber sie sind nicht die einzigen europäischen Teams mit großen Ambitionen.
Bleibt Norwegen eine feste Größe? Werden die vierfachen Weltmeister Italien endlich auf die größte Bühne des Fußballs zurückkehren? Wird der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp die Negativserie Deutschlands bei Endrunden beenden? Werden die Niederlande und die Schweiz ihr Potenzial noch besser ausschöpfen? Nur die Zeit wird zeigen, wie sich diese Geschichten entwickeln – die Antworten wird es erst 2030 geben.
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