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Kanadas Chloe Taylor blickt auf die U-20-Frauen-WM vorausChloe Taylor, Kapitänin der kanadischen U-17-Nationalmannschaft bei der letzten WM, will nun bei der U-20-Weltmeisterschaft in Polen glänzen. Die 17-Jährige spricht über ihre Ziele, die Stärken des Teams und die Vorfreude auf das Turnier./images/de/2026/08/kanadas-chloe-taylor-blickt-auf-die-u-20-frauen-wm-voraus-d5e332a9-800w.webpKanadas Chloe Taylor blickt auf die U-20-Frauen-WM voraus

Kanadas Chloe Taylor blickt auf die U-20-Frauen-WM voraus

Aktualisiert 3 min read
Chloe Taylor in kanadischem Trikot mit Ball auf dem Rasen, im Hintergrund Stadion und jubelnde Fans bei der U-20-Frauen-WM.

Kurzüberblick

Chloe Taylor, Kapitänin der kanadischen U-17-Nationalmannschaft bei der letzten WM, will nun bei der U-20-Weltmeisterschaft in Polen glänzen. Die 17-Jährige spricht über ihre Ziele, die Stärken des Teams und die Vorfreude auf das Turnier.

Ein neues Kapitel für Chloe Taylor

Chloe Taylor, die im vergangenen Jahr die kanadische U-17-Nationalmannschaft als Kapitänin anführte, hat nun ein neues Ziel vor Augen: die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in Polen. Die 17-Jährige aus British Columbia hat sich in den Jugendmannschaften Kanadas schnell nach oben gearbeitet und steht nun vor ihrem Debüt in der nächsthöheren Altersklasse.

Taylor gibt zu, dass sie kurz darüber nachgedacht hat, ein paar polnische Vokabeln zu lernen, bevor sie entschied, dass dies vielleicht etwas zu schwierig werden könnte. Stattdessen konzentriert sie sich voll und ganz auf ihre Vorbereitung: „Ich tue alles, was ich kann. Ich habe mich in den bisherigen Lehrgängen gezeigt und bewiesen, was ich kann. Jetzt muss ich mich nur auf mich selbst konzentrieren, darauf, was ich beitragen kann, und dem Team helfen.“

Erfolge in der Jugend

Kanada hat eine beeindruckende Bilanz bei U-20-Weltmeisterschaften: Die bevorstehende Ausgabe ist die zehnte Teilnahme des Landes an diesem Wettbewerb. Taylor selbst war im vergangenen Jahr ein wichtiger Bestandteil des Teams, das bei der U-17-WM in Marokko bis ins Viertelfinale kam. In allen fünf Spielen stand sie auf dem Platz, erzielte im Achtelfinale gegen Sambia ein Tor und bereitete ein weiteres vor – beim 6:0-Sieg. Im Viertelfinale scheiterte Kanada dann im Elfmeterschießen an Brasilien.

Für Taylor war dieses Turnier ein unvergessliches Erlebnis: „Es war ehrlich gesagt das Highlight meiner bisherigen Karriere, es war einfach die beste Zeit. Wir hatten eine tolle Gruppe von Mädchen und sind weit gekommen. Ich hätte mir keine bessere Erfahrung wünschen können und hoffe, dass ich das eines Tages wieder erleben darf.“

Starke Vorbereitung und große Ziele

Die U-20-Weltmeisterschaft in Polen könnte diese Gelegenheit bieten. Kanada geht mit hohen Erwartungen in das Turnier, nachdem das Team bei der Concacaf-Meisterschaft im vergangenen Jahr überzeugte: Im Halbfinale besiegte man die USA, im Finale setzte man sich nach Verlängerung gegen Mexiko durch und sicherte sich den dritten kontinentalen Titel. Spielerinnen wie Annabelle Chukwu, Kaylee Hunter und Olivia Chisholm sorgen für zusätzliche Qualität im Kader.

Taylor ist überzeugt, dass das Team Großes erreichen kann: „Unser Ziel ist es, eine Medaille zu gewinnen, und ich denke, das ist absolut machbar. Die Gruppe hat das beim Concacaf-Turnier gezeigt, wo wir zum ersten Mal seit langer Zeit gewonnen haben. Wir sind ein eingeschworenes Team, und das kann in langen Turnieren den Unterschied ausmachen. Außerdem haben wir wirklich talentierte Spielerinnen – Annabelle zum Beispiel, Kaylee, Olivia Chisholm. Das Team ist voller Talent, und ich denke, wir haben das Trainerteam und den Staff, um uns zu unterstützen.“

Historische Verbindung und neue Wege

Die U-20-Weltmeisterschaft hat in Kanada eine besondere Bedeutung, denn das Land war 2002 Gastgeber der ersten Ausgabe. Eine Mannschaft mit Stars wie Christine Sinclair, Brittany Timko, Kara Lang und Candace Chapman erreichte damals das Finale, verlor jedoch in der Verlängerung gegen die USA. Das Spiel vor 50.000 Zuschauern in Edmonton gilt als wichtiger Meilenstein für den Frauenfußball in Kanada.

Seitdem hat sich viel getan: Mit der Northern Super League gibt es inzwischen eine vollprofessionelle Frauenliga, bei der Taylor bis vor kurzem für den Vancouver Rise spielte. Nun wechselt sie an die Auburn University in den USA und wird dort für die Auburn Tigers auflaufen. Die Zeit in ihrer Heimatstadt Vancouver, insbesondere die FIFA-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr, hat sie jedoch nachhaltig geprägt: „Die WM war elektrisierend. Der Aufschwung des Frauenfußballs ist bekannt, aber mit der Männer-WM wurde das Ganze noch einmal verstärkt. Vancouver lebt den Fußball, das hat man in den letzten Monaten gesehen. Auch die neue Frauenliga hat dazu beigetragen, das Profil des Fußballs zu schärfen.“

Nun richtet sich der Blick auf Polen, wo Kanada in der Gruppe B auf Brasilien, Tansania und England trifft. Taylor verspricht: „Wir wollen nach Polen gehen und unseren Stil zeigen – zeigen, dass kanadischer Fußball kämpferisch ist. Jede kanadische Mannschaft gibt von der ersten bis zur letzten Minute alles, bis zur Verlängerung. Das ist etwas ganz Besonderes an uns. Wir haben auch Flair, und obwohl es einen Rahmen gibt, können wir ihn erweitern. Die Prinzipien, die uns der Staff mitgibt, ermöglichen uns, die nächsten Schritte zu gehen und zu zeigen, was wir können.“

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