Atlético Madrid weist 150-Millionen-Angebot von Real für Álvarez zurück

Kurzüberblick
Atlético Madrid hat ein 150 Millionen Euro schweres Angebot von Real Madrid für Stürmer Julián Álvarez scharf zurückgewiesen.
Atletico Madrid hat ein Angebot des Stadtrivalen Real Madrid in Höhe von 150 Millionen Euro für den argentinischen Stürmer Julián Álvarez umgehend und in ungewöhnlich scharfer Form zurückgewiesen. Der Klub veröffentlichte eine Stellungnahme, die nicht nur das Angebot ablehnte, sondern auch die Kommunikationsstrategie von Real Madrid kritisierte.
Die Stellungnahme im Wortlaut
In der Erklärung von Atlético Madrid hieß es wörtlich: „1. Ihr habt das Video des Papstes geschnitten, in dem er sagte, er sei auch ein Atleti-Fan. 2. Ihr müsst Ethik mit Dankbarkeit verwechselt haben, aber um keine Zweifel zu lassen: Wir danken euch für nichts. 3. Wir prüfen und erwägen kein Angebot für Julián. 4. Wie könnten wir [Madrid] uns nicht verstehen, wenn ihr uns noch mehr zum Lachen bringt als Barcelona.“
Hintergrund des Angebots
Julián Álvarez, der im Sommer 2022 von River Plate zu Atlético Madrid wechselte, hat sich schnell zu einem der Schlüsselspieler entwickelt. Der 24-jährige Stürmer erzielte in der vergangenen Saison 19 Tore und bereitete 13 weitere vor. Real Madrid, das nach Verstärkung im Angriff sucht, sah in Álvarez offenbar einen vielversprechenden Kandidaten. Das Angebot von 150 Millionen Euro wäre einer der höchsten Transfers in der Geschichte des spanischen Fußballs gewesen.
Reaktionen und Bedeutung
Die scharfe Ablehnung unterstreicht die angespannte Beziehung zwischen den beiden Madrider Klubs. Atlético Madrid machte deutlich, dass Álvarez nicht zu den Abgabe-Kandidaten zählt und man nicht gewillt ist, über einen Transfer zu verhandeln. Die Stellungnahme enthielt zudem einen Seitenhieb auf Real Madrids Umgang mit einem Video von Papst Franziskus, der sich als Atlético-Fan geoutet hatte. Der Vorfall hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt.
Die Zukunft von Julián Álvarez bleibt damit vorerst in Madrid – allerdings im roten Teil der Stadt. Atlético-Fans dürften die klare Haltung ihres Klubs begrüßen, während Real Madrid sich nach Alternativen umsehen muss.
Mehr zu diesen Themen

Brahim Diaz: „Frankreichs Einzug wäre besser – dann treffe ich auf meine Real-Kollegen“
Real Madrids Offensivspieler Brahim Diaz hofft auf einen Sieg Frankreichs gegen Marokko, um im WM-Halbfinale auf seine Vereinskollegen zu treffen. Der Marokkaner äußerte sich dazu in einem Interview mit Cope.

Besiktas reist in die USA, um mit Trossard zu verhandeln
Besiktas Istanbul hat sich mit dem FC Arsenal auf eine Ablösesumme von 18 Millionen Euro plus Boni für Leandro Trossard geeinigt. Nun reist eine Delegation in die USA, um mit dem Spieler persönliche Bedingungen zu besprechen. Trossard will nach der Weltmeisterschaft eine endgültige Entscheidung treffen.

Marcus Rashford äußert sich zu seiner Zukunft: Klarheit vor der WM
Marcus Rashford hat sich erstmals ausführlich zu seiner Zukunft bei Manchester United geäußert. Der englische Nationalstürmer betonte, dass er einen möglichen Wechsel entweder vor oder nach der Weltmeisterschaft in Katar abwickeln wolle, um sich voll auf die Saison konzentrieren zu können.

Real Madrid dementiert Interesse an Enzo Fernández
Real Madrid hat jegliche Gespräche über eine Verpflichtung von Enzo Fernández dementiert. Der Klub betont, weder direkt noch indirekt Kontakt aufgenommen zu haben, und weist Spekulationen als unbegründet zurück.



