Messis Weltmeister-Triumph: Eine neue Ära für Argentinien

Kurzüberblick
Lionel Messi verließ 2021 den FC Barcelona und fand in der argentinischen Nationalmannschaft eine neue Bestimmung. Sein WM-Sieg 2022 krönte eine außergewöhnliche Karriere und stellt seine Vereinserfolge in den Schatten.
Als Lionel Messi im Sommer 2021 den FC Barcelona verließ, schien eine Ära zu enden. Der Wechsel zu Paris Saint-Germain war für viele ein Schock, doch für Messi selbst markierte er einen Neuanfang. Zu diesem Zeitpunkt war die Weltmeisterschaft noch immer die große Leerstelle in seiner Trophäensammlung – ein Schatten, der über seiner glanzvollen Karriere lag. Doch genau dieser Moment wurde zum Wendepunkt: Seine Laufbahn in der argentinischen Nationalmannschaft erlebte eine neue Blüte, die in vielerlei Hinsicht sogar seine Vereinserfolge übertrifft.
Der Wendepunkt: Abschied von Barcelona
Messis Abgang von Barcelona, dem Verein, dem er über zwei Jahrzehnte die Treue gehalten hatte, war von finanziellen Zwängen und vertraglichen Unstimmigkeiten geprägt. Der Wechsel zu PSG im August 2021 war nicht nur ein sportlicher Neuanfang, sondern auch eine emotionale Zäsur. In Paris fand Messi zwar neue Teamkollegen wie Neymar und Kylian Mbappé, doch die größte Veränderung vollzog sich in seiner Rolle als Nationalspieler.
Der Aufstieg zur Legende Argentiniens
Bereits 2021 führte Messi Argentinien zum Gewinn der Copa América – der erste internationale Titel seiner Karriere. Dies war der Auftakt zu einer Serie von Erfolgen, die im WM-Triumph 2022 in Katar gipfelte. Mit sieben Toren und drei Vorlagen im Turnierverlauf war Messi der überragende Spieler und wurde verdient zum besten Spieler des Turniers gekürt. Der Sieg im Finale gegen Frankreich, bei dem Messi zwei Tore erzielte und im Elfmeterschießen verwandelte, war der krönende Abschluss einer beispiellosen Karriere.
Die Debatte um den Größten aller Zeiten
Die Diskussion um Messi und Cristiano Ronaldo, wer der größte Fußballer aller Zeiten sei, wurde durch Messis WM-Sieg neu entfacht. Während Ronaldo auf Vereinsebene ähnliche Erfolge vorweisen kann, fehlt ihm der WM-Titel. Messis Triumph in Katar hat die Debatte endgültig entschieden, wie viele Experten meinen. Der argentinische Kapitän hat nicht nur seine Kritiker verstummen lassen, sondern auch eine neue Perspektive auf seine Karriere eröffnet: Seine Leistungen im Nationaltrikot, insbesondere in den letzten Jahren, übertreffen möglicherweise sogar seine legendären Auftritte für Barcelona.
Mit 39 Jahren vor der Brust spielt Messi weiterhin auf höchstem Niveau. Seine Form bei der WM 2022 war außergewöhnlich, und er hat alle Erwartungen übertroffen. Die Frage nach dem größten Spieler aller Zeiten ist für viele nun beantwortet – und Messi hat den entscheidenden Beweis geliefert.
Mehr zu diesen Themen

Fünf Stars im Fokus: Al Ahli gegen Auckland FC
Am 26. August startet der FIFA Intercontinental Cup 2026 mit dem Play-off zwischen Al Ahli und Auckland FC. Wir stellen fünf Schlüsselspieler vor, die das Spiel in Dschidda entscheiden könnten.

Al-Ahli und Auckland FC eröffnen FIFA Intercontinental Cup 2026
Al-Ahli und Auckland FC eröffnen den FIFA Intercontinental Cup 2026 in Dschidda. Der Sieger trifft im September auf Mamelodi Sundowns. Das Turnier endet mit dem Finale gegen Paris Saint-Germain.
EFL-Podcast: Torwart-Defensivmann und Leicesters Sorgen
In der neuen Folge des 72+ EFL-Podcasts diskutieren Aaron Paul und Jobi McAnuff mit Tranmere-Trainer Darrell Clarke über die großen Geschichten der EFL. Dabei geht es um einen Verteidiger im Tor, einen Adebayor-Jubel und die überraschenden Spitzenreiter der Championship.
Uefa will Boykott-Drohung gegen Fifa offenbar fallen lassen
Die Uefa steht offenbar kurz davor, ihre Boykott-Drohung gegen Fifa-Wettbewerbe zurückzunehmen, nachdem sie Zusicherungen erhalten hat, dass der Plan von Gianni Infantino, Anteile an der WM zu verkaufen, nicht wiederholt wird. Das Thema wird am Donnerstag im Uefa-Exekutivkomitee besprochen.

