Hugo Broos: Bafana Bafana verlassen WM mit Stolz

Kurzüberblick
Südafrika ist nach einer knappen Niederlage gegen Kanada im Achtelfinale der FIFA WM 2026 ausgeschieden. Trainer Hugo Broos zieht trotz der Enttäuschung eine positive Bilanz: Das Team erreichte erstmals die K.o.-Runde und zeigte starke Leistungen.
Die südafrikanische Nationalmannschaft Bafana Bafana ist bei der FIFA Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko im Achtelfinale ausgeschieden. In einem dramatischen Spiel im Los Angeles Stadium besiegelte Stephen Eustaquio in der Nachspielzeit den 1:0-Sieg für Kanada und beendete Südafrikas Hoffnungen auf ein Weiterkommen. Dennoch blickt Trainer Hugo Broos stolz auf das Turnier zurück.
Ein historischer Erfolg für Südafrika
Für Südafrika war die Teilnahme an der WM 2026 die erste seit dem Turnier im eigenen Land im Jahr 2010. Nach einer Auftaktniederlage gegen Mexiko kämpfte sich das Team zurück, erkämpfte ein Unentschieden gegen Tschechien und besiegte Südkorea, um erstmals in der Geschichte des Landes die K.o.-Runde zu erreichen. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, als Südafrika 26 Jahre auf eine WM-Teilnahme warten musste.
„Es ist jetzt schmerzhaft, weil wir heute gewinnen wollten. Es ist eine Enttäuschung, es ist sehr ruhig in der Kabine im Moment. Aber auf der anderen Seite müssen wir ehrlich sein: Wir haben sehr gut abgeschnitten für unsere erste WM nach 26 Jahren. Wir haben die zweite Runde erreicht“, sagte Broos nach dem Spiel.
Broos analysiert die Niederlage gegen Kanada
Der 74-jährige belgische Trainer, der Südafrika seit 2021 coacht, analysierte die Niederlage nüchtern. „Es war ein schwieriges Spiel, aber ich wusste das vorher, weil ich den Gegner analysiert hatte. Sie haben zwei wichtige Eigenschaften: Kraft und Schnelligkeit. Wir hofften, eine Antwort darauf zu haben, aber das war nicht immer der Fall“, erklärte Broos gegenüber der FIFA. „Man sah Situationen im Spiel, in denen wir nicht mithalten konnten, und die Zweikämpfe, Mann gegen Mann, haben wir manchmal oder meistens verloren. Wir müssen in Südafrika an Kraft und Schnelligkeit arbeiten.“
Trotz der Niederlage lobte Broos die Moral seiner Mannschaft: „Ich habe keine Beschwerden über die Mentalität, aber ich denke, wir können mit Freude auf dieses Turnier zurückblicken, weil wir die zweite Runde erreicht haben. Ich glaube nicht, dass das vor dem Turnier jemand erwartet hat.“
Ein persönlicher Meilenstein für den Trainer
Für Broos persönlich war die WM 2026 eine besondere Erfahrung. „Für mich war es eine sehr schöne Sache, wieder als Trainer zu arbeiten. Wir haben es sehr gut gemacht“, sagte er. Der erfahrene Coach, der zuvor unter anderem Kamerun zum Afrika-Cup-Sieg 2017 führte, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Teams. Südafrika kann stolz auf seine Leistung sein und wird gestärkt aus diesem Turnier hervorgehen.
Mehr zu diesen Themen

Ronaldo schreibt Geschichte: Tor bei sechster WM
Cristiano Ronaldo ist der erste Spieler, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat. Beim 2:0-Sieg Portugals gegen Usbekistan erzielte der 41-Jährige zwei Tore und stellte damit einen neuen Rekord auf. Wir blicken auf die magischen Momente der WM 2026 zurück.

Al-Ahli und Auckland FC eröffnen FIFA Intercontinental Cup 2026
Al-Ahli und Auckland FC eröffnen den FIFA Intercontinental Cup 2026 in Dschidda. Der Sieger trifft im September auf Mamelodi Sundowns. Das Turnier endet mit dem Finale gegen Paris Saint-Germain.

Ayyoub Bouaddi wechselt zu Manchester City
Der 18-jährige Marokkaner Ayyoub Bouaddi wechselt für rund 100 Millionen Euro von Lille zu Manchester City. Der Mittelfeldspieler, der bei der WM 2026 überzeugte, soll beim englischen Klub den nächsten Schritt machen und sich auf die WM 2030 vorbereiten.
EFL-Podcast: Torwart-Defensivmann und Leicesters Sorgen
In der neuen Folge des 72+ EFL-Podcasts diskutieren Aaron Paul und Jobi McAnuff mit Tranmere-Trainer Darrell Clarke über die großen Geschichten der EFL. Dabei geht es um einen Verteidiger im Tor, einen Adebayor-Jubel und die überraschenden Spitzenreiter der Championship.



