Südafrika bei der FIFA WM: Teamprofil und Geschichte

Kurzüberblick
Südafrika hat sich nach 16 Jahren wieder für die FIFA WM qualifiziert. Das Team von Trainer Hugo Broos trifft in Gruppe F auf Mexiko, Tschechien und Südkorea. Hier erfahren Sie alles über die Geschichte und die Schlüsselspieler der Bafana Bafana.
Die Durststrecke ist vorbei für Südafrika. Nachdem die Bafana Bafana die letzten drei globalen Fußballfeste verpasst hatten, sind sie erstmals seit ihrer Rolle als Gastgeber im Jahr 2010 wieder für die FIFA Weltmeisterschaft™ qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Hugo Broos wird bei der FIFA WM 2026™ in Nordamerika antreten und versuchen, an die begeisternde Spielweise des südafrikanischen Klubs Mamelodi Sundowns anzuknüpfen, der beim FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ in den USA die Herzen der Neutralen eroberte.
Der Weg zur Qualifikation
Südafrika sicherte sich das Ticket für das vierte globale Turnier durch den ersten Platz in der Gruppe C der CAF-Qualifikation mit einer Bilanz von fünf Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Es gab reichlich Dramatik, denn die Mannschaft lieferte sich bis zur letzten Minute des letzten Spieltags ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den kontinentalen Schwergewichten Nigeria und dem aufstrebenden Benin. Vor dem entscheidenden Heimspiel gegen Ruanda lag Südafrika auf dem zweiten Platz, doch ein 3:0-Sieg brachte die nötige Sicherheit. Alle Augen waren auf das Heimspiel des drittplatzierten Nigeria gegen den Gruppenersten Benin gerichtet – ein 4:0-Sieg der Super Eagles katapultierte Südafrika an die Spitze und sicherte die WM-Teilnahme.
Trainer Hugo Broos und der Umbruch
Der Belgier Hugo Broos übernahm das Amt im Mai 2021, nachdem Südafrika die Qualifikation für den Afrika-Cup 2021 knapp verpasst hatte. Der erfahrene Taktiker machte sich sofort an die Verjüngung des Kaders und gab vielversprechenden jungen Spielern wie Thalente Mbatha, Oswin Appollis und Evidence Makgopa ihr Debüt – alle drei spielten eine entscheidende Rolle in der WM-Qualifikation. Dieser Kulturwandel unter Broos führte zu einem dritten Platz beim Afrika-Cup 2023, und das Team gilt als Anwärter auf den Titel bei der nächsten Ausgabe im Dezember und Januar in Marokko. Das Kronjuwel für den ehemaligen kamerunischen Nationaltrainer ist jedoch die WM 2026 mit dem Ziel, erstmals die K.o.-Runde zu erreichen.
Die Gruppe F: Gegner und Spielplan
In der Gruppenphase trifft Südafrika auf Mexiko, Tschechien und Südkorea. Die Spiele im Überblick:
- 11. Juni: Mexiko gegen Südafrika – Mexico City Stadium
- 18. Juni: Tschechien gegen Südafrika – Atlanta Stadium
- 24. Juni: Südafrika gegen Südkorea – Estadio Monterrey
Schlüsselspieler und Kader
Zu den Schlüsselfiguren im Kader von Broos gehören der inspirierende Kapitän und Torhüter Ronwen Williams, der dynamische Mittelfeldspieler Teboho Mokoena und Stürmer Lyle Foster vom FC Burnley. Williams und Mokoena sind zwei von acht Spielern von Mamelodi Sundowns im Aufgebot. Auch Orlando Pirates stellt acht Spieler, darunter den vielversprechenden Stürmer Oswin Appollis.
Historische WM-Teilnahmen
Südafrika nahm bisher an drei Weltmeisterschaften teil: 1998, 2002 und 2010. Der beste Abschluss gelang 2002 mit dem 17. Platz. Damals feierte die Mannschaft den ersten WM-Sieg der Geschichte: Im zweiten Gruppenspiel besiegte man Slowenien 1:0 durch ein Tor von Siyabonga Nomvethe in der vierten Minute. Nach einem 2:2-Unentschieden gegen Paraguay zum Auftakt und einer 2:3-Niederlage gegen Spanien schied Südafrika jedoch aufgrund der schlechteren Tordifferenz aus.
Bei der Heim-WM 2010 startete das Team mit einem 1:1 gegen Mexiko, unterlag dann Uruguay 0:3 und beendete das Turnier mit einem 2:1-Sieg gegen den späteren Finalisten Frankreich – ein denkwürdiger Erfolg. Das erste WM-Spiel überhaupt bestritt Südafrika 1998 gegen Gastgeber Frankreich (0:3), gefolgt von einem 1:1 gegen Dänemark (erstes Tor und erster Punkt) und einem 2:2 gegen Saudi-Arabien.
Rekorde und besondere Momente
Die besten Torschützen der WM-Geschichte Südafrikas sind Shaun Bartlett und Benni McCarthy mit je zwei Treffern. McCarthy ist der einzige Spieler, der bei zwei verschiedenen Weltmeisterschaften traf (1998 und 2002). Die meisten Einsätze (sechs) haben Quinton Fortune, Benni McCarthy, Lucas Radebe und Aaron Mokoena vorzuweisen. Der wohl emotionalste Moment war Siphiwe Tshabalala's Tor zum 1:1 gegen Mexiko im Eröffnungsspiel 2010 – ein Schuss, der einen ganzen Kontinent erschütterte.
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