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Bellingham schlägt Argentinien-Ersatzspieler nach England-AusJude Bellingham schlug Valentin Barco nach dem WM-Halbfinale gegen Argentinien. Der Vorfall könnte ein Nachspiel vor der FIFA-Disziplinarkommission haben. Bellingham droht eine Sperre für das Spiel um Platz drei.

Bellingham schlägt Argentinien-Ersatzspieler nach England-Aus

Aktualisiert 3 min read

Kurzüberblick

Jude Bellingham schlug Valentin Barco nach dem WM-Halbfinale gegen Argentinien. Der Vorfall könnte ein Nachspiel vor der FIFA-Disziplinarkommission haben. Bellingham droht eine Sperre für das Spiel um Platz drei.

Jude Bellingham, Mittelfeldspieler der englischen Nationalmannschaft, hat nach der 1:2-Niederlage im WM-Halbfinale gegen Argentinien den argentinischen Ersatzspieler Valentin Barco am Hinterkopf geschlagen. Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff im Stadion von Atlanta, als Barco, der im Spiel nicht zum Einsatz gekommen war, auf das Feld lief, um seine Teamkollegen zu umarmen.

Der Vorfall im Detail

Barco, der für den französischen Klub Strasbourg spielt und zuvor bei Brighton & Hove Albion unter Vertrag stand, befand sich in der Nähe von Bellingham, als dieser auf ihn zuging und ihm einen Schlag auf den Hinterkopf versetzte. Dies löste eine kleine Rangelei aus, an der sich Spieler beider Mannschaften beteiligten, bevor Bellingham sich entfernte. Die genauen Hintergründe für die Reaktion des Engländers sind nicht bekannt, jedoch zeigen Videoaufnahmen, dass Barco nach dem Ausgleichstreffer von Enzo Fernandez in der 85. Minute auf das Feld gerannt war und vor den englischen Spielern gejubelt hatte.

Der ehemalige englische Torhüter Paul Robinson, der das Spiel für BBC Radio 5 Live kommentierte, bezeichnete Barcos Verhalten als „wahrscheinlich das schlechteste Beispiel für Sportlichkeit, das wir bei dieser Weltmeisterschaft gesehen haben“. Robinson kritisierte die Aktion des Argentiniers scharf und deutete an, dass sie die Eskalation provoziert haben könnte.

Mögliche Konsequenzen für Bellingham

Bellingham könnte nun mit einer Anklage wegen unsportlichen Verhaltens vor der FIFA-Disziplinarkommission konfrontiert werden. Sollte er für schuldig befunden werden, droht ihm eine Sperre für das Spiel um Platz drei gegen Frankreich am Samstag in Miami (Anstoß 22:00 Uhr britischer Zeit). Allerdings wird erwartet, dass die FIFA den Vorfall eher als kindischen Ausrutscher denn als gewalttätigen Angriff werten könnte. Die Spielregeln sehen vor, dass ein Schlag gegen den Kopf eines Gegners nur dann eine rote Karte nach sich zieht, wenn die ausgeübte Kraft nicht vernachlässigbar ist. Da Bellinghams Schlag eher als leichter Klaps beschrieben wird, könnte die FIFA milde reagieren.

Hitzige Partie mit vielen Fouls

Die erste Halbzeit des Spiels war von 19 Fouls geprägt, und der amerikanische Schiedsrichter Ismail Elfath hatte Mühe, die Partie unter Kontrolle zu halten. Bereits in der vierten Minute war es zu einer Konfrontation zwischen Bellingham und Argentiniens Kapitän Lionel Messi gekommen, nachdem der englische Mittelfeldspieler Elliot Anderson gefoult worden war. Bellingham äußerte sich später dazu: „Wir haben eigentlich nur über ein Foul diskutiert. Es war nichts Schlimmes. Ich bin sicher, alle werden daraus eine große Sache machen, aber es war nichts.“

Das Spiel selbst endete dramatisch: Lautaro Martinez köpfte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer für Argentinien und beendete damit die Hoffnungen der englischen Mannschaft, die durch ein Tor von Anthony Gordon zu Beginn der zweiten Halbzeit in Führung gegangen war. Für England war es die zweite Halbfinalniederlage bei einer Weltmeisterschaft innerhalb von vier Jahren.

Barcos Hintergrund

Valentin Barco, 21 Jahre alt, hat bei diesem Turnier nur einen Einsatz als Einwechselspieler beim 3:1-Gruppensieg gegen Jordanien verbucht. Er steht bei Strasbourg unter Vertrag, wird aber mit einem Wechsel zu Chelsea in Verbindung gebracht. Bellingham hingegen hat bei der WM bereits sechs Tore erzielt und gehört zu den herausragenden Spielern des Turniers.

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