Schottlands letzte Hoffnung: So geht es noch ins Achtelfinale

Kurzüberblick
Nach der 0:3-Niederlage gegen Brasilien ist Schottlands WM-Achtelfinaleinzug nicht mehr in eigener Hand.
Nach der 0:3-Niederlage gegen Brasilien im letzten Gruppenspiel ist Schottlands Einzug ins Achtelfinale der Frauen-WM nicht mehr in eigener Hand. Die Mannschaft von Trainer Steve Clarke muss nun darauf hoffen, als einer der acht besten Gruppendritten die K.o.-Runde zu erreichen. Dies wäre das erste Mal in der Geschichte des schottischen Frauenfußballs, dass die Nationalmannschaft die Gruppenphase einer Weltmeisterschaft übersteht.
Der Weg als Gruppendritter
Von den zwölf Teams, die in ihren Gruppen den dritten Platz belegen, qualifizieren sich acht für die nächste Runde. Bei Punktgleichheit entscheidet die Tordifferenz über die Platzierung in der Rangliste der Gruppendritten. Schottland hat nach der deutlichen Niederlage gegen Brasilien eine Tordifferenz von -3 und liegt damit im Nachteil. Laut Daten des Statistikdienstes Opta haben Teams mit drei Punkten und einer Tordifferenz von -3 nur eine 42-prozentige Chance, sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Bei einer Tordifferenz von -2 steigt die Wahrscheinlichkeit auf 63 Prozent, bei -1 auf 84 Prozent.
Die Chancen der Schottinnen verschlechterten sich zusätzlich durch den überraschenden Sieg Südafrikas gegen Südkorea. Die Südkoreanerinnen rutschten dadurch auf den dritten Gruppenplatz ab, haben aber ebenfalls drei Punkte und eine bessere Tordifferenz als Schottland. Aktuell stehen fünf Teams in der Rangliste der Gruppendritten schlechter da als Schottland, fünf haben die gleiche Punktzahl. Vier dieser fünf Mannschaften haben jedoch noch ein Spiel zu absolvieren.
Die benötigten Ergebnisse im Überblick
Schottland benötigt, dass mindestens vier der folgenden Szenarien eintreten, um sich als einer der besten Gruppendritten zu qualifizieren:
Donnerstag
Gruppe E: Weder Ecuador (gegen Deutschland) noch Curaçao (gegen die Elfenbeinküste) dürfen gewinnen. Alternativ: Curaçao gewinnt mit mindestens vier Toren Unterschied und Ecuador verliert.
Gruppe F: Schweden verliert gegen Japan mit vier oder mehr Toren Unterschied.
Gruppe D: Paraguay und Australien stehen beide bei drei Punkten und spielen gegeneinander. Ein Unentschieden würde beide Teams weiterbringen. Schottland braucht, dass Paraguay mit zwei oder mehr Toren verliert oder Australien mit mindestens vier Toren besiegt wird.
Freitag
Gruppe F: Senegal und Irak spielen unentschieden. Oder der Irak gewinnt gegen Senegal mit nicht mehr als zwei Toren Unterschied.
Gruppe H: Uruguay verliert gegen Spanien.
Gruppe G: Iran verliert gegen Ägypten.
Samstag
Gruppe L: Kroatien verliert gegen Ghana mit mindestens drei Toren Unterschied.
Gruppe K: DR Kongo gegen Usbekistan endet unentschieden. Oder Usbekistan gewinnt mit nicht mehr als drei Toren Unterschied.
Gruppe J: Ähnlich wie Gruppe D: Österreich und Algerien haben drei Punkte, ein Unentschieden würde beide weiterbringen. Schottland benötigt, dass Algerien mit zwei oder mehr Toren verliert oder Österreich mit mindestens vier Toren besiegt wird.
Die schottischen Fans müssen sich also bis Sonntag gedulden, um zu erfahren, ob ihre Mannschaft erstmals die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft erreicht. Die kommenden Tage versprechen eine nervenaufreibende Zitterpartie zu werden.
Mehr zu diesen Themen

Fünf Stars im Fokus: Al Ahli gegen Auckland FC
Am 26. August startet der FIFA Intercontinental Cup 2026 mit dem Play-off zwischen Al Ahli und Auckland FC. Wir stellen fünf Schlüsselspieler vor, die das Spiel in Dschidda entscheiden könnten.
Uefa will Boykott-Drohung gegen Fifa offenbar fallen lassen
Die Uefa steht offenbar kurz davor, ihre Boykott-Drohung gegen Fifa-Wettbewerbe zurückzunehmen, nachdem sie Zusicherungen erhalten hat, dass der Plan von Gianni Infantino, Anteile an der WM zu verkaufen, nicht wiederholt wird. Das Thema wird am Donnerstag im Uefa-Exekutivkomitee besprochen.

FIFA Intercontinental Cup 2026: Alle Infos zur dritten Auflage
Die dritte Ausgabe des FIFA Intercontinental Cup™ startet im August mit Auckland FC gegen Al Ahli. Fünf Spiele entscheiden, wer Real Madrid und Paris Saint-Germain als Titelträger ablöst. Alle Details zu Terminen, Orten und Teilnehmern.
Danny Webber im Lügendetektor-Test
In der neuen Folge von "Karel Prince: Lie Detector" stellt sich Ex-Stürmer Danny Webber drei skurrilen Behauptungen aus seiner Karriere. Ob Sicherheitskameras, der Spitzname "World Wide Webber" oder ein Anruf von Neil Warnock – Karel und Anita prüfen jeden Fall.

