Gavi: Paredes sollte nicht gesperrt werden

Kurzüberblick
Spaniens Mittelfeldspieler Gavi hält eine Sperre für Argentiniens Leandro Paredes nach der Auseinandersetzung im Anschluss an das WM-Finale für unnötig. Die FIFA hat eine Untersuchung eingeleitet.
Spaniens Mittelfeldspieler Gavi hat sich gegen eine Sperre für Argentiniens Leandro Paredes ausgesprochen, der in die Auseinandersetzung nach dem WM-Finale verwickelt war. Der 18-Jährige äußerte sich in einem Interview mit dem spanischen Radiosender El Partidazo de COPE und zeigte Verständnis für die hitzige Situation auf dem Platz.
Hintergrund der Auseinandersetzung
Nach dem 1:0-Sieg Spaniens im WM-Finale kam es auf dem Rasen zu einer Rangelei, an der mehrere argentinische Spieler und Betreuer beteiligt waren. Neben Paredes waren auch Nahuel Molina und Thiago Almada sowie Co-Trainer Roberto Ayala involviert. Paredes stieß Spaniens Eric Garcia mit der Hand an den Hals, woraufhin der nicht eingesetzte Ersatzspieler Gavi schlichten wollte, aber von Almada zu Boden gedrückt wurde. Paredes legte dem Barcelona-Mittelfeldspieler die Hand ins Gesicht und drückte ihn zu Boden.
Die FIFA hat einen Disziplinar- und Ethikstaatsanwalt eingesetzt, um die Vorfälle zu untersuchen. Den beteiligten Spielern und Trainern drohen Sperren, dem argentinischen Fußballverband möglicherweise eine Geldstrafe.
Gavis Standpunkt
„Ich glaube nicht, dass [Paredes] gesperrt werden sollte“, sagte Gavi. „Ich verstehe, dass es kein gutes Bild für Kinder abgibt, aber ich denke, dass es auch diese Seite des Fußballs gibt, die etwas körperlicher, aggressiver ist. Das Logischste wäre gewesen, ihn während des Spiels vom Platz zu stellen, und das war es. Letztendlich denke ich, dass das alles Fußball ist und so sein muss.“
Ayalas Rechtfertigung
Co-Trainer Roberto Ayala kündigte an, sich bei Spaniens Dani Olmo zu entschuldigen, nachdem er den Barcelona-Mittelfeldspieler ins Gesicht geschlagen hatte – nach eigenen Angaben „eher ein Schubser als ein Schlag“. „Als das Spiel zu Ende war, sah ich eine Schlägerei in der Mitte des Platzes und ging hin, um zu verhindern, dass sie eskaliert, denn das sind wir nicht“, erklärte Ayala gegenüber Capital Radio in Valencia. „Ich übernehme die Verantwortung für das, was ich getan habe. Meine Absicht war lediglich, sie zu trennen, nichts weiter.“
Fehlmeldung über rote Karte
Im Kommentator-Informationssystem der FIFA wurde fälschlicherweise vermerkt, dass Paredes von Schiedsrichter Slavko Vincic des Feldes verwiesen worden sei, nachdem er Garcia an der Kehle gestoßen hatte. Die rote Karte wurde kurz darauf aus dem System gelöscht. Die FIFA bestätigte der BBC, dass zum Zeitpunkt des Vorfalls keine Disziplinarmaßnahmen ergriffen wurden. Argentiniens Enzo Fernandez wurde im Finale nach einer zweiten gelben Karte in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit des Feldes verwiesen.
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