Explosion schädlicher Social-Media-Beiträge bei der WM 2026
Kurzüberblick
Fifas Social-Media-Schutzdienst verzeichnete während der WM 2026 einen dramatischen Anstieg schädlicher Beiträge: 14-mal mehr als 2022. Über sieben Millionen Nachrichten wurden identifiziert und entfernt, mehr als 200.000 als missbräuchlich eingestuft und über 1.
Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, hat die Zahl schädlicher Beiträge in sozialen Medien drastisch zugenommen. Fifas Social-Media-Schutzdienst (SMPS) verzeichnete im Vergleich zum Turnier 2022 in Katar einen Anstieg um das 14-fache. Insgesamt wurden in diesem Sommer über sieben Millionen Nachrichten identifiziert und entfernt – ein deutlicher Sprung von 470.000 solcher Beiträge und Kommentare bei der vorherigen WM.
Missbräuchliche Inhalte und Drohungen auf Rekordniveau
Fifa meldete zudem mehr als 200.000 missbräuchliche und bedrohliche Beiträge und Kommentare, verglichen mit 19.600 bei der WM 2022 in Katar. Über 15.000 Beiträge wurden zur weiteren Bearbeitung eskaliert, und mehr als 1.000 besonders schwerwiegende Drohungen wurden an die zuständigen Behörden weitergeleitet, darunter auch an Strafverfolgungsbehörden. Diese Zahlen verdeutlichen das wachsende Ausmaß von Online-Missbrauch im Profisport.
Funktionsweise des Social-Media-Schutzdienstes
Der SMPS fungiert als digitaler Schutzschild für alle Teams, Trainer, Spieler und Offizielle, die an Fifa-Turnieren teilnehmen. Während der WM 2026 moderierte der Dienst mehr als 53 Millionen Beiträge und Kommentare. Künstliche Intelligenz erkannte dabei über 530.000 Nachrichten, die gegen bestimmte Personen gerichtet waren; diese wurden anschließend vom SMPS-Team manuell bewertet. Der Dienst wurde entwickelt, um Spieler und andere Beteiligte vor Hassreden, Diskriminierung und anderen schädlichen Inhalten zu schützen, die während des Turniers in sozialen Medien kursieren.
Hintergrund und Bedeutung des Anstiegs
Der massive Anstieg schädlicher Inhalte im Vergleich zur WM 2022 wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Polarisierung und Anonymität in sozialen Netzwerken. Experten führen die Entwicklung unter anderem auf die größere Reichweite des Turniers und die verstärkte Nutzung von Plattformen wie X (ehemals Twitter), Facebook und Instagram zurück. Fifa betont, dass der SMPS nicht nur der Erkennung, sondern auch der Prävention dient, indem er klare Signale an die Plattformen sendet, um gegen Täter vorzugehen. Die Behörden in den Gastgeberländern arbeiten eng mit Fifa zusammen, um strafrechtlich relevante Fälle zu verfolgen.
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