Manuel Neuer – Ein weiterer Rekord in Reichweite

Kurzüberblick
Manuel Neuer steht vor seinem 21. WM-Einsatz und würde damit den Rekord für die meisten WM-Spiele eines Torwarts brechen. Der 40-jährige Bayern-Legende kehrte nach fast zwei Jahren ins Nationalteam zurück und ist bereit, Geschichte zu schreiben.
Manuel Neuer steht kurz davor, einen weiteren Meilenstein in seiner glanzvollen Karriere zu erreichen. Wenn der 40-jährige Torwart am Samstag im zweiten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste in Toronto das Tor hütet, würde er mit seinem 21. WM-Einsatz den Rekord für die meisten Weltmeisterschaftsspiele eines Torwarts brechen. Bisher teilt er sich diesen Rekord mit dem Franzosen Hugo Lloris, der ebenfalls 20 WM-Partien bestritten hat.
Ein Rekordjäger auf dem Weg zur Legende
Neuer, der seit zwei Jahrzehnten die Fußballwelt begeistert, hat bereits zahlreiche Rekorde aufgestellt. Erst kürzlich zog er mit Lothar Matthäus gleich, als er bei seiner fünften WM-Teilnahme auflief – eine Marke, die zuvor nur der deutsche Rekordnationalspieler erreicht hatte. Mit seinem Einsatz gegen Curacao am vergangenen Sonntag wurde Neuer zudem zum ältesten deutschen Spieler, der je bei einem großen Turnier auf dem Platz stand. Mit 40 Jahren und 79 Tagen übertraf er den bisherigen Rekord von Matthäus, der bei der EM 2000 aufgestellt wurde.
Die Rückkehr nach fast zwei Jahren
Für Neuer war das Spiel gegen Curacao ein besonderer Moment, da es sein erster Länderspieleinsatz nach fast zwei Jahren war. „Ich habe mich darauf gefreut und die Tage heruntergezählt: Ich war bereit. Es hat sich gut angefühlt, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen“, sagte der Torwart nach dem Spiel gegenüber dem TV-Sender Magenta. Seit der WM 2010 in Südafrika ist Neuer nahezu ununterbrochen die Nummer eins im deutschen Tor. Sein Debüt bei einer Weltmeisterschaft gab er damals gegen Australien – ein Moment, den er noch lebhaft in Erinnerung hat. „Ich kann mich noch an mein WM-Debüt gegen Australien 2010 erinnern. Ich genieße das, als wäre es meine erste WM. Wenn man Fußball liebt, liebt man ihn durch und durch, und deshalb ist es etwas ganz Besonderes für mich, bei einer fünften WM dabei zu sein“, erklärte Neuer.
Der „Sweeper-Keeper“, der das Torwartspiel revolutionierte
Neuers größter Moment auf der Weltbühne war wohl das Achtelfinale gegen Algerien am 30. Juni 2014. In einer denkwürdigen Leistung beschränkte sich der gebürtige Gelsenkirchener nicht darauf, seine Reflexe im Tor zu zeigen. Stattdessen riskierte er viel und eilte immer wieder weit aus seinem Kasten, um Gefahren spektakulär zu entschärfen. Diese Meisterklasse als „Sweeper-Keeper“ definierte die Rolle des Torwarts neu und war mehr als nur eine Fußnote auf dem Weg zum deutschen Titelgewinn. Diese Spielweise hat bis heute Einfluss auf die Entwicklung der Torwartposition.
Die Ausgangslage für Deutschland
Nach dem 7:1-Auftaktsieg gegen Curacao steht Deutschland vor einer großen Chance, bereits vorzeitig den Gruppensieg zu sichern. Sollte auch das Spiel zwischen Curacao und Ecuador entsprechend verlaufen, könnten die vierfachen Weltmeister bereits nach dem zweiten Spieltag als Gruppenerster feststehen. Gegen die körperlich starken Ivorer erwartet Neuer jedoch eine deutlich größere Herausforderung als gegen Curacao. „Wir haben uns auf dem Platz richtig amüsiert, und die Spieler, die hereinkamen, haben richtig Energie gebracht. Der Teamgeist ist deutlich zu sehen. Klar, es war nur ein Auftaktspiel gegen Curacao, kein Halbfinale gegen Brasilien, aber es ist wichtig, einen guten Start zu erwischen. Wir sind sehr froh, dass uns das gelungen ist“, so Neuer nach dem Spiel.
Unabhängig vom Ausgang des Spiels wird der immergrüne Torwart alles daransetzen, sein Team weiterzubringen – mit dem ultimativen Ziel, den Titel zu holen und dabei seine Anzahl an WM-Einsätzen auf bis zu 27 Spiele zu erhöhen.
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