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VAR schreibt Geschichte: ‚Verwechslung‘ bei Gelber Karte sorgt für VerwirrungBei der WM-Premiere der USA gegen Paraguay sorgte eine VAR-Entscheidung für Aufsehen: Schiedsrichter Danny Makkelie nahm eine Gelbe Karte gegen Tim Ream zurück und bestrafte stattdessen den Schauspieler Miguel Almirón – eine Premiere für das System bei einer Weltmeisterschaft./images/de/2026/06/var-schreibt-geschichte-verwechslung-bei-gelber-karte-sorgt-fur-verwirrung-4018f8c6-800w.webpVAR schreibt Geschichte: ‚Verwechslung‘ bei Gelber Karte sorgt für Verwirrung

VAR schreibt Geschichte: ‚Verwechslung‘ bei Gelber Karte sorgt für Verwirrung

Aktualisiert 2 min read
Schiedsrichter Danny Makkelie am VAR-Monitor im SoFi Stadium während des WM-Spiels USA gegen Paraguay — latest news and analysis.

Kurzüberblick

Bei der WM-Premiere der USA gegen Paraguay sorgte eine VAR-Entscheidung für Aufsehen: Schiedsrichter Danny Makkelie nahm eine Gelbe Karte gegen Tim Ream zurück und bestrafte stattdessen den Schauspieler Miguel Almirón – eine Premiere für das System bei einer Weltmeisterschaft.

Die USA starteten mit einem souveränen 4:1-Sieg gegen Paraguay in ihre WM-Kampagne – doch eine kuriose VAR-Entscheidung überschattete beinahe den Auftakterfolg der Co-Gastgeber. Im SoFi Stadium herrschte kurzzeitig Verwirrung, als der Video-Assistent (VAR) erstmals in der WM-Geschichte wegen einer „Verwechslung“ eingriff.

Die Szene: Ream sieht Gelb, Almirón fällt

In der Gruppenpartie der Gruppe D führten die USA bereits komfortabel mit 3:0, als Veteran Tim Ream (38) einen Freistoß gegen Miguel Almirón verschuldete. Schiedsrichter Danny Makkelie zeigte dem Fulham-Verteidiger die Gelbe Karte – doch nachdem der Freistoß ausgeführt worden war, schickte der VAR den Niederländer an den Monitor. Makkelie revidierte seine Entscheidung und nahm die Verwarnung gegen Ream zurück. Stattdessen bestrafte er den ehemaligen Newcastle-United-Stürmer Almirón, der eindeutig eine Schwalbe gemacht hatte.

Dieser Eingriff ist der erste VAR-Einsatz wegen „Mistaken Identity“ (Verwechslung) bei einer Weltmeisterschaft – auch wenn die Anwendung nicht ganz den Erwartungen entsprach. Normalerweise greift die Regel, wenn ein Spieler fälschlicherweise für ein Foul des Gegners bestraft wird. Hier lag der Fall anders: Ream hatte kein Foul begangen, Almirón hatte getäuscht.

Neue FIFA-Regel ermöglicht Korrektur

Die FIFA hatte für das Turnier mehrere Regeländerungen eingeführt. Pierluigi Collina, der Chef der Schiedsrichter, hatte speziell eine Regel für Verwechslungen beantragt. Sie besagt: Wird ein Spieler verwarnt oder des Feldes verwiesen, obwohl das Foul tatsächlich vom Gegner begangen wurde, kann die Entscheidung korrigiert werden. Eine weitere Neuerung erlaubt die Überprüfung von zweiten Gelben Karten, die zu Rot führen, nicht jedoch von ersten Gelben Karten. Makkelie konnte die Gelbe Karte gegen Ream nur dank der Verwechslungs-Regel zurücknehmen.

Besonders verwirrend für die Fans: Die Partie wurde nach dem Freistoß fortgesetzt, bevor der Schiedsrichter das Spiel unterbrach. Normalerweise kann eine Entscheidung nach Wiederanpfiff nicht mehr rückgängig gemacht werden. „Sie ließen den Freistoß ausführen, was bizarr war, aber eindeutig die richtige Entscheidung“, kommentierte der ehemalige walisische Nationalspieler Ashley Williams bei der BBC. „Es ist das erste Mal, dass wir so etwas sehen – aber alle Achtung.“

Der frühere englische Mittelfeldspieler Danny Murphy, Co-Kommentator bei der BBC, ergänzte: „Jede Regelanpassung, die dazu führt, dass Schwalben härter bestraft werden, ist gut.“

USA feiern Auftaktsieg vor heimischem Publikum

Die von Ex-Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino betreuten USA feierten vor jubelnden heimischen Fans einen überzeugenden 4:1-Erfolg. Nach einem Eigentor von Damian Bobadilla führten die Amerikaner zur Halbzeit bereits 3:0 – dank eines Doppelpacks von Folarin Balogun. Der Stürmer wurde damit erst der zweite US-Spieler, der in einem WM-Spiel mehr als einmal traf.

Paraguay verkürzte durch den in Brasilien geborenen Mauricio, doch den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Giovanni Reyna. Mit dem letzten Spielzug des Abends zirkelte er den Ball mit dem Außenrist aus 20 Metern ins Tor – ein Treffer der Marke „Tor des Spiels“.

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