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Tuchel: WM-Schiedsrichter sind einfach nicht gut genugEnglands Trainer Thomas Tuchel hat die Schiedsrichter bei der Weltmeisterschaft scharf kritisiert. Nach dem dramatischen Achtelfinalsieg gegen Mexiko sagte er, die Unparteiischen seien „einfach nicht gut genug“./images/de/2026/07/tuchel-wm-schiedsrichter-sind-einfach-nicht-gut-genug-ded0c5bd-800w.webpTuchel: WM-Schiedsrichter sind einfach nicht gut genug

Tuchel: WM-Schiedsrichter sind einfach nicht gut genug

Aktualisiert 2 min read
Thomas Tuchel gestikuliert an der Seitenlinie im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt, während Schiedsrichter Alireza Faghani eine Entscheidung trifft.

Kurzüberblick

Englands Trainer Thomas Tuchel hat die Schiedsrichter bei der Weltmeisterschaft scharf kritisiert. Nach dem dramatischen Achtelfinalsieg gegen Mexiko sagte er, die Unparteiischen seien „einfach nicht gut genug“.

Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat die Schiedsrichterleistungen bei der laufenden Weltmeisterschaft scharf kritisiert. Nach dem dramatischen Achtelfinalsieg seiner Mannschaft gegen Mexiko im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt sagte der 51-Jährige: „Die Schiedsrichter sind einfach nicht gut genug. Die vierten Offiziellen sind einfach nicht gut genug. Das ist die Quintessenz.“

Umstrittene Entscheidungen überschatten den Sieg

England hatte sich in einer packenden Partie mit 3:2 gegen Mexiko durchgesetzt, doch das Spiel wurde von mehreren strittigen Schiedsrichterentscheidungen überschattet. Besonders die Elfmeterentscheidung gegen England sorgte für Diskussionen. Schiedsrichter Alireza Faghani aus dem Iran hatte nach Ansicht der Videobeweise auf Strafstoß für Mexiko entschieden, nachdem Englands Kapitän Harry Kane im Strafraum den Mexikaner Brian Gutierrez getroffen hatte. Tuchel zeigte sich unverständlich: „Ist das ein klarer und offensichtlicher Fehler beim Elfmeter? Sicher nicht. Sie haben eine Situation umgekehrt, in der er nicht einmal ein Foul gepfiffen hatte.“

Platzverweis für Quansah – klare rote Karte

Bereits in der 54. Minute war Englands Verteidiger Jarell Quansah des Feldes verwiesen worden. Nach einer Überprüfung durch den Video-Assistenten (VAR) stellte sich heraus, dass Quansah mit gestrecktem Bein und vorausgehenden Stollen in den Gegenspieler Jesus Gallardo gegangen war. Der ehemalige Schiedsrichterassistent Darren Cann, der 2010 im WM-Finale im Einsatz war, kommentierte bei der BBC: „Das ist eine klare rote Karte. Quansah spielt zwar zuerst den Ball, aber das spielt nach den Regeln keine Rolle. Er geht durch und man sieht deutlich die Stollen am Schienbein. Der Schiedsrichter hatte keine andere Wahl, als die rote Karte zu zeigen. Zu 100 Prozent eine rote Karte.“

Spielverlauf: England dominiert, Mexiko kämpft sich zurück

England war furios in die Partie gestartet und führte bereits nach zwei Minuten durch zwei Treffer von Jude Bellingham mit 2:0. Doch Mexiko kam noch vor der Halbzeitpause durch Julian Quinones zum Anschlusstreffer. In der zweiten Halbzeit eskalierte die Partie dann endgültig. Nach dem Platzverweis für Quansah gelang England durch einen von Kane verwandelten Elfmeter die erneute Zwei-Tore-Führung. Mexiko gab jedoch nicht auf und erzielte nach dem umstrittenen Strafstoß durch Raul Jimenez den erneuten Anschlusstreffer. Am Ende rettete England den knappen Vorsprung ins Ziel.

Experten sehen Entscheidungen bestätigt

Während Tuchel die Schiedsrichterleistung kritisierte, sahen andere Experten die Entscheidungen als korrekt an. Darren Cann bestätigte nicht nur die rote Karte, sondern auch den Elfmeter gegen England: „Es ist ein Strafstoß. Kane tritt leider den Fuß des mexikanischen Spielers. Es ist ein wenig ähnlich wie der Tritt von Luka Modric, für den England im ersten Gruppenspiel einen Elfmeter bekam. Kane war sich des hinter ihm kommenden Spielers nicht bewusst.“ Auch der ehemalige englische Nationaltorhüter Joe Hart pflichtete bei: „Der Schiedsrichter hat bei allen drei Entscheidungen die richtige getroffen. Als ich die Wiederholungen sah, blieb mir das Herz stehen. Quansah musste gehen, Kane traf den Ball nicht und Anthony Gordon kam zuerst an den Ball.“

England steht nun im Viertelfinale, wo die Mannschaft auf einen noch zu ermittelnden Gegner trifft. Die Diskussionen um die Schiedsrichterleistungen dürften jedoch noch länger anhalten.

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