Neymar beendet Karriere in der brasilianischen Nationalmannschaft

Kurzüberblick
Nach der 1:2-Niederlage gegen Norwegen im Achtelfinale der WM 2026 erklärte Neymar seine internationale Karriere für beendet. Der 34-Jährige traf per Elfmeter, konnte das Aus aber nicht verhindern.
Eine Ära geht zu Ende: Neymar, Brasiliens Rekordtorschütze, hat nach der überraschenden Niederlage gegen Norwegen im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Der 34-Jährige wurde in der 67. Minute beim Stand von 0:2 eingewechselt, konnte die Wende aber nicht mehr herbeiführen. Zwar traf er in der Nachspielzeit per Elfmeter zum 1:2-Endstand im MetLife Stadium in New Jersey, doch der Treffer war nur noch Ergebniskosmetik.
Emotionaler Abschied am Ort des Debüts
„Ich habe es versucht, ich habe es versucht. Jetzt ist es vorbei. Ich habe hier angefangen, ich höre hier auf“, sagte ein sichtlich bewegter Neymar im Interview mit TV Globo nach dem Spiel. Die symbolträchtige Arena in New Jersey war auch der Schauplatz seines Debüts für die Seleção im August 2010, als er beim 2:0-Testspielsieg gegen die USA ebenfalls traf. Nun endet seine internationale Laufbahn am selben Ort – ein Kreis schließt sich.
Rekorde und Verletzungspech
Neymar verlässt die Nationalmannschaft als deren bester Torschütze aller Zeiten mit 80 Treffern. Mit 130 Einsätzen rangiert er zudem auf Platz zwei der ewigen Rangliste, nur hinter Cafu (142 Spiele). Seine Karriere war jedoch von wiederkehrenden Verletzungen überschattet: Seit 2023 hatte er kein Länderspiel mehr bestritten, ehe er überraschend für den WM-Kader nominiert wurde. Bei der Endrunde kam er nur zu zwei Kurzeinsätzen – gegen Schottland (3:0) und nun gegen Norwegen.
Vierte WM ohne Titel
Es war Neymars vierte Weltmeisterschaft nach 2014, 2018 und 2022. Der erhoffte Titelgewinn blieb ihm verwehrt. Das frühe Aus gegen Norwegen wirft zudem Fragen zur Zukunft der brasilianischen Mannschaft auf. Die Seleção, die in den letzten Jahren zunehmend gealtert ist, steht vor einem Umbruch. Diskutiert wird unter anderem, ob der italienische Star-Trainer Carlo Ancelotti der richtige Mann für die Neuausrichtung wäre.
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