Spanien 2010 gegen Spanien 2026: Wie schneiden die beiden Elf im Vergleich ab?

Kurzüberblick
Ein Vergleich der spanischen Weltmeister-Elf von 2010 mit dem aktuellen Kader von 2026 zeigt Parallelen und Unterschiede. Beide Teams gewannen zuvor die Europameisterschaft, doch die aktuelle Mannschaft ist älter, aber weniger erfahren.
Einleitung: Zwei Generationen, ein Ziel
Das Jahr 2010: Eine spanische Mannschaft voller Starspieler kämpfte sich ins WM-Finale und besiegte die Niederlande nach Verlängerung durch ein Tor von Andrés Iniesta. Sechzehn Jahre später hat eine weniger bekannte, aber ebenso effiziente spanische Mannschaft erneut das Endspiel erreicht. Die Namen mögen nicht mehr so geläufig sein, doch Luis de la Fuentes Team ist entschlossen, den Erfolg der goldenen Generation zu wiederholen und am Sonntag, den 19. Juli, den Pokal zum zweiten Mal zu gewinnen.
Parallelen und Unterschiede
Kontinuität nach Europameisterschaftserfolgen
Beide Mannschaften kamen nach einem EM-Titel zwei Jahre zuvor zur WM. 2010 waren nur drei Spieler der Startelf nicht bei der EM 2008 dabei; 2026 waren nur zwei Spieler des Halbfinales gegen Frankreich nicht Teil des erfolgreichen EM-Kaders von 2024. Interessanterweise ist der Kader von 2026 mit einem Durchschnittsalter von 27,8 Jahren älter als der von 2010 (26,7), aber mit durchschnittlich 33 Länderspielen weniger erfahren (2010: 56).
Rekorde und Serien
Spanien hatte seit dem WM-Titel 2010 kein K.o.-Spiel mehr gewonnen, bis zu dieser WM. Die beeindruckende Serie von 37 ungeschlagenen Spielen unter De la Fuente gleicht dem Weltrekord Italiens, auch wenn eine Niederlage im Elfmeterschießen gegen Portugal im Nations-League-Finale des Vorjahres nicht berücksichtigt wird. Zudem ist diese spanische Mannschaft die erste, die bei einer einzigen WM sechs Spiele ohne Gegentor blieb.
Vergleich der Startelf
Torhüter: Iker Casillas (2010) vs. Unai Simón (2026)
Bemerkenswerterweise war Casillas im WM-Finale nur 14 Tage älter als Simón (beide 29,1 Jahre). Casillas, der legendäre Torhüter von Real Madrid, ist Spaniens zweitmeist eingesetzter Spieler nach Sergio Ramos. Simón, ein Favorit von De la Fuente, hält den Rekord für die meisten aufeinanderfolgenden WM-Spiele ohne Gegentor in der regulären Spielzeit (sechs), eine Serie, die ein Spiel der WM 2022 einschließt.
Außenverteidiger: Sergio Ramos & Joan Capdevila vs. Pedro Porro & Marc Cucurella
Nach schwierigen Saisons bei Tottenham bzw. Chelsea erwarteten wohl nur wenige, dass Porro und Cucurella bei dieser WM glänzen würden, doch ihre Wettkampfqualität zeigte sich in Nordamerika. Sie haben weniger Länderspiele als Ramos oder Capdevila zum Zeitpunkt des WM-Finales 2010. Ramos gewann 28 große Titel, während Capdevila weniger bekannt war, aber ebenfalls EM- und WM-Medaillen vorweisen kann.
Innenverteidigung: Carles Puyol & Gerard Piqué vs. Pau Cubarsí & Aymeric Laporte
Die Kombination aus jung und alt der legendären Barça-Innenverteidiger Puyol und Piqué wiederholt sich bei Laporte und Cubarsí. Das Duo von 2010 kassierte in Südafrika nur zwei Gegentore; Laporte und der Teenager Cubarsí haben bisher ein Gegentor weniger zugelassen, darunter die Ausschaltung der gefürchteten französischen Angreifer Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé im Halbfinale.
Mittelfeld: Sergio Busquets & Xabi Alonso vs. Rodri & Fabián Ruiz
Busquets war 2010 eine Offenbarung an der Seite von Alonso, die das Spiel vor der Abwehr kontrollierten. 2026 wurden sie vom Ballon-d'Or-Gewinner 2024 Rodri und dem zweifachen Champions-League-Sieger Ruiz übertroffen. Rodri von Manchester City war überragend: die meisten Pässe und die zweitmeisten Tacklings (gemeinsam).
Xavi Hernández & Andrés Iniesta vs. Dani Olmo & Álex Baena
Trotz der unbestreitbaren Qualität von Olmo und Baena bei diesem Turnier gelten Xavi und Iniesta als eines der besten Mittelfeldduos der Fußballgeschichte. Xavis Eckball brachte den Siegtreffer im Halbfinale 2010 gegen Deutschland, und Iniesta erzielte das berühmteste Tor der spanischen Geschichte.
Angriff: David Villa & Pedro vs. Lamine Yamal & Mikel Oyarzabal
In einem von Superstars geprägten Turnier hat Lamine Yamal noch nicht sein volles Potenzial gezeigt (ein Tor). Dennoch führt der Teenager das Team neben dem unterschätzten Oyarzabal an, der eine Trefferquote von einem Tor in zwei Spielen für Spanien hat und bei dieser WM fünfmal traf. Villa erzielte 2010 ebenfalls fünf Tore und war gemeinsam mit Diego Forlán, Wesley Sneijder und Thomas Müller Torschützenkönig. Unterstützt wurde er von Pedro, einem aufstrebenden Talent mit damals nur acht Länderspielen, während Fernando Torres von der Bank kam.
Fazit: Wer stellt die beste Elf?
Die Frage, wer die ultimative spanische Elf aus den Spielern von 2010 und 2026 bildet, bleibt spannend. Beide Mannschaften haben ihre Stärken, doch die aktuelle Generation hat die Chance, Geschichte zu schreiben.
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