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Snicko-Entscheidung beendet Modrics WM-Traum, verlängert Ronaldos ReiseEine umstrittene VAR-Entscheidung mit Snicko-Technologie verhinderte in der Nachspielzeit den Ausgleich Kroatiens gegen Portugal. Für Luka Modric endete damit wohl die WM-Karriere, während Cristiano Ronaldo weiter vom Titel träumen darf./images/de/2026/07/snicko-entscheidung-beendet-modrics-wm-traum-verlangert-ronaldos-reise-25b0f608-800w.webpSnicko-Entscheidung beendet Modrics WM-Traum, verlängert Ronaldos Reise

Snicko-Entscheidung beendet Modrics WM-Traum, verlängert Ronaldos Reise

Aktualisiert 3 min read
Cristiano Ronaldo tröstet Luka Modric nach dem Schlusspfiff im Achtelfinale Portugal gegen Kroatien in Toronto — latest news and analysis.

Kurzüberblick

Eine umstrittene VAR-Entscheidung mit Snicko-Technologie verhinderte in der Nachspielzeit den Ausgleich Kroatiens gegen Portugal. Für Luka Modric endete damit wohl die WM-Karriere, während Cristiano Ronaldo weiter vom Titel träumen darf.

Eine dramatische VAR-Entscheidung mit der aus dem Cricket bekannten Snicko-Technologie hat die WM-Träume von Luka Modric beendet und Cristiano Ronaldos letzte WM-Reise verlängert. In einem chaotischen Achtelfinale in Toronto glaubte Kroatien in der 13. Minute der Nachspielzeit den Ausgleich zum 2:2 erzielt zu haben, als Josko Gvardiol aus kurzer Distanz einschob. Die kroatischen Spieler jubelten ausgelassen, während der bereits ausgewechselte Cristiano Ronaldo auf der Bank niedergeschlagen wirkte. Doch dann griff der Video Assistant Referee (VAR) ein und annullierte den Treffer – mit Hilfe einer mikrochipgestützten Balltechnologie, die eine minimale Berührung von Igor Matanovic nachwies.

Snicko-Technologie sorgt für Eklat

Der norwegische Schiedsrichter Espen Eskas ließ die Szene nach einem Offside-Hinweis des VAR überprüfen. Die entscheidende Frage: Hatte Kroatiens Igor Matanovic den Ball im Vorfeld mit dem Kopf berührt? Wenn ja, stand er im Abseits, wenn nicht, wäre der Treffer regulär gewesen. TV-Bilder blieben uneindeutig, doch ein Ausschlag auf dem Snickometer – einem akustischen Sensor, der Berührungen erfasst – deutete auf eine minimale Abfälschung hin. Der Treffer wurde aberkannt, es war fast der letzte Spielzug der Partie. Die Entscheidung löste wütende Proteste kroatischer Fans aus, die Plastikflaschen auf den Rasen warfen. Der kroatische Trainer Zlatko Dalic kritisierte die Schiedsrichterleistung scharf: „Die Schiedsrichter waren sehr schlecht. VAR tötet die Emotionen, es tötet alles in einem. Wir sind mit VAR zu weit gegangen.“ Portugals Trainer Roberto Martinez hingegen verteidigte die Technologie: „Es gibt keine schlechte oder glückliche Entscheidung. Es war ein klarer Moment. Die Bälle haben jetzt einen Chip, und der Sensor zeigt, dass der Ball berührt wurde.“

Funktionsweise der Chip-Technologie

Der offizielle Spielball der WM, der Trionda von Adidas, enthält einen Mikrochip, der jede Berührung des Balls in Echtzeit an den VAR übermittelt. Diese Technologie, die an das Snickometer aus dem Cricket erinnert, wurde bereits bei der WM 2022 und der EM 2024 eingesetzt. Ein ähnlicher Fall ereignete sich in der Vorrunde, als Schweden gegen Tunisien profitierte: Ein Tor von Mattias Svanberg wurde zunächst wegen Abseits aberkannt, doch der Chip zeigte, dass Alexander Isak den Ball minimal berührt hatte – wodurch Svanberg in eine onside-Position zurückfiel und der Treffer doch zählte.

Ronaldos Achterbahnfahrt

Für Cristiano Ronaldo war es eine emotionale Achterbahnfahrt. Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit brachte Ivan Perisic Kroatien in Führung. Ronaldo erzielte zunächst einen Traumtreffer, der wegen knappen Abseits aberkannt wurde, glich dann aber per Elfmeter aus – sein erstes WM-K.o.-Runden-Tor überhaupt in seinem sechsten Turnier. In der 81. Minute wurde der 39-Jährige ausgewechselt, wirkte am Boden zerstört, jubelte aber von der Bank aus, als Goncalo Ramos in der 94. Minute das 2:1 für Portugal erzielte. Der frühere englische Nationalspieler Theo Walcott lobte die Auswechslung: „Cristiano Ronaldo hatte seinen Moment. Ich denke, es war am Ende die richtige Entscheidung, ihn rauszunehmen.“

Modrics WM-Abschied

Während Ronaldo weiter vom WM-Titel träumen darf, ist für Luka Modric die Ära auf der großen Bühne wohl beendet. Der 40-jährige Mittelfeldspieler, der sein 23. WM-Spiel bestritt, wurde nach dem Schlusspfiff von seinem früheren Real-Madrid-Teamkollegen Ronaldo getröstet. Modric hatte zuletzt angedeutet, dass er sich in einer entscheidenden Phase seiner Karriere befinde. „Ich weiß, dass ich einen bestimmten Punkt in meiner Karriere erreicht habe“, sagte er kürzlich. Am 24. Juni hatte er in Toronto sein 200. Länderspiel bestritten und war von seinen Teamkollegen hochgehoben worden. Diesmal blieb der Jubel aus. Der frühere brasilianische Mittelfeldspieler Lucas Leiva würdigte Modric: „Es ist sehr hart für Kroatien, so auszuscheiden, für Luka Modric, wahrscheinlich sein letztes WM-Spiel. Eine Legende des Spiels. Er hat Kroatien auf das höchste Niveau bei Weltmeisterschaften geführt. Ein großartiger Spieler.“

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