Deschamps sagt spektakuläres Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien voraus

Kurzüberblick
Frankreichs Trainer Didier Deschamps erwartet ein spektakuläres WM-Halbfinale gegen Spanien. Die beiden Teams treffen am Dienstag in Dallas aufeinander, wobei Spanien als Favorit gilt. Frankreich könnte als drittes Land drei WM-Endspiele in Folge erreichen.
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps erwartet ein „spektakuläres“ Halbfinale, wenn seine Mannschaft am Dienstag in Dallas auf Spanien trifft. Das Duell der beiden Schwergewichte verspricht Hochspannung, denn beide Teams haben in diesem Turnier bereits beeindruckende Leistungen gezeigt.
Rivalität der jüngsten Vergangenheit
Spanien besiegte Frankreich bereits im Halbfinale der Europameisterschaft 2024 und krönte sich anschließend zum Europameister. Im vergangenen Jahr trafen die beiden Teams erneut im Halbfinale der Nations League aufeinander, wo Spanien ein torreiches Spiel mit neun Treffern für sich entschied. „Die Vergangenheit ist Vergangenheit“, sagte Deschamps, der nach 14 Jahren als Trainer nach dem Turnier zurücktreten wird. „Sie [Spanien] haben in der Vergangenheit gewonnen, aber ich freue mich auf morgen. Wir sind jetzt auf einem anderen Niveau. Wir wollen ins Finale.“
Historische Chance für Frankreich
Frankreich, zweifacher Weltmeister, könnte als erst drittes Land drei Weltmeisterschaftsendspiele in Folge erreichen. Bisher gelang dies nur Westdeutschland (1982, 1986, 1990) und Brasilien (1994, 1998, 2002). Deschamps, der Frankreich 1998 als Kapitän zum Titel führte und 2018 als Trainer den WM-Pokal holte, musste sich 2022 im Finale von Katar Argentinien im Elfmeterschießen geschlagen geben.
Deschamps sieht Spanien als Favoriten für das Halbfinale. „Sie haben in sechs Spielen nur ein Gegentor kassiert“, betonte er. „Wir wissen, dass dies ein äußerst spektakuläres Spiel werden könnte. Luis [de la Fuente] und ich wissen, wie man verteidigt, und mit der offensiven Qualität beider Teams können wir davon ausgehen, dass es ein spektakuläres Spiel wird.“
Spaniens Trainer kontert
Spaniens Trainer Luis de la Fuente spielte die Favoritenrolle herunter. „Das bedeutet nichts“, sagte er. „Wir sind zwei großartige Nationalmannschaften, die aufeinandertreffen. Ob wir Favoriten sind oder nicht, bedeutet für uns keinen zusätzlichen Druck. Diesen Druck haben wir ohnehin, weil wir für unser Land gut abschneiden wollen.“
Mbappe fit für das Halbfinale
Frankreich hat in sechs Turnierspielen 16 Tore erzielt, davon acht durch Kylian Mbappe, der zudem drei Vorlagen beisteuerte. Der 27-Jährige wurde im Viertelfinale gegen Marokko (2:0) in Boston mit einer leichten Knöchelverletzung ausgewechselt. Am Montag trainierte der Kapitän abseits der Hauptmannschaft, doch Deschamps gab Entwarnung: „Kylian geht es gut. Er ist bei 100 Prozent. Wir können nicht über 100 Prozent hinaus. Er ist bei 100 Prozent.“
Sollte Mbappe gegen Spanien treffen, würde er Lionel Messi (acht Tore) in der Torschützenliste überholen und die Führung im Rennen um den Goldenen Schuh übernehmen. De la Fuente zeigte sich gewarnt: „Sie haben großartige Spieler, aber wir auch. Natürlich müssen wir über diese Spieler [Mbappe, Ousmane Dembele und Michael Olise] nachdenken, unsere Zweikämpfe gewinnen, aktiv sein und unseren Stil durchsetzen. Es wird ein extrem anspruchsvolles Spiel.“
Julius Caesar als Inspiration
Der spanische Trainer zitierte in seiner Pressekonferenz in Dallas den römischen Feldherrn Julius Cäsar: „Julius Cäsar sagte immer, dass man ohne Leid nicht gewinnen kann. Dem stimme ich zu. Das ist einer meiner Lieblingssprüche. Wenn man im Leben Großes erreichen will, muss man bereit sein zu leiden.“ Auf die Frage, ob er das Halbfinale genießen könne, antwortete de la Fuente: „Zum Glück genieße ich diesen Job. Es ist meine Leidenschaft. Es ist ein Privileg, in dieser Position zu sein. Ich sage meinen Spielern: ‚Genießt, was wir heute haben. Ihr seid privilegiert. Lasst uns Fußball spielen. Ihr habt enormes Potenzial. Lasst uns das tun, was wir am besten können.‘“
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