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Murat Yakin: „Wir können die größten Teams schlagen“Schweiz-Trainer Murat Yakin spricht über die bemerkenswerte Konstanz seines Teams, die Stärken der Nati und die Chancen bei der WM 2026./images/de/2026/06/murat-yakin-wir-konnen-die-grossten-teams-schlagen-a3c92191-800w.webpMurat Yakin: „Wir können die größten Teams schlagen“

Murat Yakin: „Wir können die größten Teams schlagen“

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Murat Yakin, Trainer der Schweizer Nationalmannschaft, spricht auf einer Pressekonferenz vor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026.

Kurzüberblick

Schweiz-Trainer Murat Yakin spricht über die bemerkenswerte Konstanz seines Teams, die Stärken der Nati und die Chancen bei der WM 2026.

Murat Yakin, der Trainer der Schweizer Nationalmannschaft, zeigt sich vor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ zuversichtlich. „Wir können die größten Teams schlagen“, sagt der 51-Jährige im Gespräch mit der FIFA. Die Schweiz hat sich zum sechsten Mal in Folge für eine WM qualifiziert – eine beeindruckende Serie, die bis ins Jahr 2002 zurückreicht. In Gruppe B treffen die Eidgenossen auf Bosnien und Herzegowina, Co-Gastgeber Kanada und Katar.

Eine eingeschworene Gemeinschaft

Yakin betont die Geschlossenheit seines Teams: „Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft und schon länger zusammen. Wir haben viele erfahrene Spieler, die bei großen Klubs spielen und wissen, worauf es ankommt. Es ist fantastisch, hier zu sein. Wir sind eine enge Gruppe und genießen es, Fussball zu spielen. Wir haben uns unseren Platz bei der WM mit unseren Leistungen in jeder Phase und in jedem Spiel verdient.“

Die Schweiz hat sich den Ruf erarbeitet, auch favorisierten Gegnern das Leben schwer zu machen. Bei der UEFA EURO 2024 in Deutschland scheiterte die Nati erst im Viertelfinale knapp an England – nach einer 5:3-Niederlage im Elfmeterschießen. Yakin erinnert sich: „Ja, wir sind in Deutschland recht weit gekommen. Wir haben nicht nur gegen das starke England mitgehalten, sondern waren sogar die bessere Mannschaft. Aber am Ende war das Glück leider nicht auf unserer Seite.“

Erfahrung und Führungsstärke

Der aktuelle Kader vereint Erfahrung, Führungsqualität und spielerische Klasse. Schlüsselspieler wie Manuel Akanji, Gregor Kobel und Kapitän Granit Xhaka bilden das Rückgrat der Mannschaft – sowohl auf als auch neben dem Platz. „Als Trainer ist es großartig, Spieler von solchem Kaliber zu haben – in Bezug auf ihren Charakter, ihre Mentalität und ihre Erfahrung. Sie übernehmen viel Verantwortung und spielen eine Schlüsselrolle bei ihren Klubs. Man sieht den Unterschied in ihrer Qualität, Intensität und ihren Trainingsstandards; wie sie ihre Teamkollegen besser machen, wie sie sie stärker machen, wie sie den jungen Spielern Tag für Tag ein Vorbild sind“, erklärt Yakin.

Die Mischung aus erfahrenen Führungsspielern und talentierten Nachwuchskräften könnte der Schweiz den Weg ins Halbfinale ebnen – ein Novum für die Nati. „Wir spielen mit Freude, aber auch mit Ernsthaftigkeit. Die Tatsache, dass wir uns für die letzten sechs Weltmeisterschaften qualifiziert haben, spricht Bände über unser Training und die Qualität im Team. Das ist großartig; es ist nicht selbstverständlich, dass sich eine kleinere Fussballnation wie die Schweiz immer qualifiziert. Und auch bei Turnieren haben wir jetzt so viel Erfahrung, dass wir mit jedem mithalten können. Unsere Gegner respektieren uns. Sie kennen unsere Spielweise und unsere Ergebnisse. Dafür haben wir hart gearbeitet“, so Yakin.

Teamwork und Vertrauen als Erfolgsfaktoren

Yakin hebt hervor, dass die Mannschaft in der Vergangenheit an internen Problemen gearbeitet hat, um sich voll auf den Fussball konzentrieren zu können. „Wir haben in der Vergangenheit viel gute Arbeit geleistet, damit wir uns ganz auf den Fussball konzentrieren können. Es gab immer wieder kleine Probleme, die uns zurückgehalten haben – das war in unseren Ergebnissen sichtbar. Aber wir haben als Team hart daran gearbeitet. Wir haben ausführlich gesprochen – mit dem Staff und den Spielern – darüber, wie wir unseren Fussball weiterentwickelt haben. Das hat auch geholfen, Vertrauen im Team aufzubauen.“

Der Trainer betont die Bedeutung einer gemeinsamen Führung: „Es ist wichtig, dass nicht nur ich als Trainer den Ton angebe. Es ist natürlich großartig, dass wir Spieler wie Xhaka, Akanji und Kobel haben, die diesen Geist Woche für Woche verkörpern. Ich wachse auch mit ihnen durch diese Herausforderung und bin froh, solche Spieler in meinem Team zu haben, weil sie auch mich pushen – ich kann viel von ihnen lernen, aber sie können auch viel von mir lernen. Es geht darum, als Gruppe zu arbeiten; wir sind alle gemeinsam dabei.“

Die Schweiz geht oft mit geringeren Erwartungen in Turniere als die großen Nationen, was den Druck mindert. „Vielleicht sind die Erwartungen nicht ganz so hoch, und vielleicht ist der Druck nicht ganz so intensiv wie bei den großen Nationen. Wir können immer gegen die Großen bestehen und ihnen ein Bein stellen. Wie wir in der Vergangenheit in Qualifikationen gezeigt haben, können wir große Teams wie Italien schlagen und mit Deutschland mithalten und sie sogar besiegen. Wir können immer wieder Überraschungen schaffen und selbst die größten Teams schlagen“, sagt Yakin.

Für Yakin ist eine großartige Mannschaft eine, in der alle das Team an erste Stelle setzen, mit der nötigen Hingabe sowie Begeisterung und Freude am Spiel. „Das ist mir sehr wichtig“, schließt der Trainer.

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