Tuchel kein Fan von Trinkpausen bei der WM

Kurzüberblick
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat sich kritisch über die bei der Weltmeisterschaft eingeführten Trinkpausen geäußert. Der 49-Jährige sieht die Unterbrechungen als unnötig und störend für den Spielfluss.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat sich kritisch über die bei der Weltmeisterschaft eingeführten Trinkpausen geäußert. Der 49-Jährige gab zu, kein Fan der umstrittenen Unterbrechungen zu sein, die bei den Spielen in Katar aufgrund der hohen Temperaturen eingeführt wurden.
Kritik an den Unterbrechungen
„Ich bin kein Fan von diesen Trinkpausen“, sagte Tuchel auf einer Pressekonferenz. „Sie unterbrechen den Spielfluss und geben den Mannschaften die Möglichkeit, taktische Anweisungen zu geben, was den Wettbewerbscharakter des Spiels verändert.“ Die Pausen, die in der Regel in der Mitte jeder Halbzeit stattfinden, wurden von der FIFA eingeführt, um die Spieler vor Dehydrierung zu schützen.
Hintergrund der Regelung
Die Trinkpausen sind eine Reaktion auf die extremen klimatischen Bedingungen in Katar, wo die Temperaturen während der Spiele oft über 30 Grad Celsius steigen. Die FIFA erlaubt den Schiedsrichtern, bei Bedarf eine Pause von etwa drei Minuten anzuordnen, damit die Spieler Flüssigkeit zu sich nehmen können. Während einige Trainer und Spieler die Maßnahme begrüßen, sehen andere darin eine unnötige Störung.
Tuchel betonte, dass er die Gesundheit der Spieler nicht in Frage stelle, aber die Art und Weise, wie die Pausen genutzt werden, kritisch sehe. „Es geht nicht um die Gesundheit, sondern darum, dass die Pausen oft für taktische Besprechungen genutzt werden, was nicht der ursprüngliche Zweck war“, erklärte der ehemalige Chelsea-Trainer.
Die Diskussion um die Trinkpausen ist nicht neu. Bereits bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gab es ähnliche Debatten, als die FIFA erstmals solche Unterbrechungen bei extremen Temperaturen zuließ. Damals wie heute sind die Meinungen geteilt. Während einige Trainer die Pausen als notwendiges Übel ansehen, lehnen andere sie als Eingriff in den Spielfluss ab.
England, das in Gruppe B auf Iran, USA und Wales trifft, wird bei der WM in Katar voraussichtlich auf die Trinkpausen stoßen. Tuchel deutete an, dass er seine Spieler darauf vorbereiten werde, die Pausen möglichst effektiv zu nutzen, auch wenn er persönlich kein Befürworter sei. „Wir müssen uns anpassen, aber das heißt nicht, dass ich es gutheiße“, so der 49-Jährige abschließend.
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