Trotz gültiger Papiere und Visum: Schiedsrichter Artan von USA-Einreise ausgeschlossen

Kurzüberblick
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan berichtet, dass er trotz gültiger Papiere und Visum elf Stunden lang von US-Einwanderungsbehörden befragt wurde und schließlich nicht zur Weltmeisterschaft einreisen durfte.
Der somalische Fußballschiedsrichter Omar Artan hat schwere Vorwürfe gegen die US-Einwanderungsbehörden erhoben. Er sei trotz gültiger Reisedokumente und eines ordnungsgemäßen Visums nach einer elfstündigen Befragung an der Einreise in die Vereinigten Staaten gehindert worden. Artan war als offizieller Schiedsrichter für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vorgesehen, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird.
Hintergrund des Vorfalls
Artan, der für den somalischen Fußballverband tätig ist, erklärte gegenüber Reportern, dass er am Flughafen von New York City einer intensiven Befragung unterzogen wurde. „Ich habe die richtigen Papiere und das richtige Visum“, betonte er. Dennoch sei ihm die Einreise verweigert worden, ohne dass ihm eine konkrete Begründung genannt wurde. Der Vorfall ereignete sich am 12. Juni 2025, als Artan zu einem Vorbereitungstreffen für die WM anreisen wollte.
Reaktionen und Konsequenzen
Der somalische Fußballverband zeigte sich bestürzt über die Behandlung seines Schiedsrichters. In einer Stellungnahme hieß es, man prüfe rechtliche Schritte gegen die US-Behörden. Auch der Weltfußballverband FIFA wurde eingeschaltet. Artan selbst äußerte sich enttäuscht: „Ich habe mich immer an die Regeln gehalten. Es ist frustrierend, wenn man trotzdem abgewiesen wird.“
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die strengen Einreisebestimmungen der USA, die in den letzten Jahren immer wieder für Kontroversen gesorgt haben. Insbesondere Reisende aus afrikanischen Ländern berichten häufig von langwierigen Befragungen und willkürlich erscheinenden Entscheidungen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Praxis als diskriminierend.
Die US-Einwanderungsbehörde (USCIS) hat sich bislang nicht offiziell zu dem Fall geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob Artan die Möglichkeit erhält, zu einem späteren Zeitpunkt in die USA einzureisen, um seine Aufgaben bei der Weltmeisterschaft wahrzunehmen. Die FIFA hat angekündigt, den Fall zu prüfen und gegebenenfalls zu vermitteln.
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