Frankreichs Stürmerduo schreibt EM-Geschichte
Kurzüberblick
Frankreich ist das erste Team seit Polen 1974, das zwei Spieler mit je vier Toren in der Gruppenphase stellt. Mbappé und Griezmann reihen sich in die Fußstapfen von Lato und Szarmach.
Die französische Nationalmannschaft hat bei der laufenden Europameisterschaft einen historischen Meilenstein erreicht: Mit Kylian Mbappé und Antoine Griezmann haben zwei Spieler des Teams in der Gruppenphase jeweils vier Tore erzielt. Dies gelang zuletzt der polnischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 1974, als Grzegorz Lato und Andrzej Szarmach ebenfalls vier Treffer in der Vorrunde beisteuerten.
Ein seltener Rekord
Seit der WM 1974 in Deutschland hat kein Nationalteam mehr zwei Akteure mit je vier Toren in der Gruppenphase eines großen Turniers hervorgebracht. Polen war damals mit Lato (vier Tore) und Szarmach (fünf Tore) besonders torhungrig – Szarmach erzielte sogar ein Tor mehr. Frankreichs Duo Mbappé und Griezmann hingegen teilt sich die Führung mit je vier Treffern, was die Ausgeglichenheit und Effizienz des französischen Angriffs unterstreicht.
Die Bedeutung für das Turnier
Dieser Rekord zeigt nicht nur die individuelle Klasse der beiden Stürmer, sondern auch die taktische Stärke der Équipe Tricolore. Trainer Didier Deschamps kann auf zwei verlässliche Torjäger bauen, die sich gegenseitig ergänzen. Historisch gesehen deutet eine solche Torausbeute in der Gruppenphase oft auf eine tiefe Turnierrunde hin – Polen erreichte 1974 immerhin den dritten Platz. Ob Frankreich diesen Erfolg wiederholen oder sogar übertreffen kann, bleibt abzuwarten.
Die Leistung von Mbappé und Griezmann ist umso bemerkenswerter, als sie in einer Gruppe mit starken Gegnern wie Deutschland und Portugal erzielt wurde. Beide Spieler haben nicht nur getroffen, sondern auch entscheidende Vorlagen geliefert. Sollten sie ihre Form bewahren, könnte Frankreich ernsthafter Anwärter auf den Titel sein.
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