Man City verliert Kerolin an Barcelona

Kurzüberblick
Barcelona hat die brasilianische Nationalspielerin Kerolin vom englischen Meister Manchester City verpflichtet. Der Vertrag läuft bis 2030, die Ablöse soll rund 1,3 Millionen Pfund betragen – ein Rekord für eine brasilianische Spielerin.
Der spanische Spitzenklub FC Barcelona hat die brasilianische Nationalspielerin Kerolin vom englischen Meister Manchester City verpflichtet. Wie beide Vereine bestätigten, unterschrieb die 26-Jährige einen Vertrag bis zum Jahr 2030. Damit reagiert Barcelona auf den Abgang mehrerer Leistungsträgerinnen und verstärkt seine Offensive für die kommenden Jahre.
Erfolgreiche Zeit in Manchester
Kerolin war im Januar 2025 vom US-amerikanischen Klub North Carolina Courage zu Manchester City gewechselt und hatte dort einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. In der vergangenen Saison trug sie maßgeblich zum Gewinn der ersten Meisterschaft in der Women's Super League (WSL) seit einem Jahrzehnt bei. Unter Trainer Andree Jeglertz holte City zudem den FA Cup und krönte damit eine überaus erfolgreiche Spielzeit.
In 15 WSL-Einsätzen erzielte Kerolin neun Tore und bereitete fünf weitere vor. Besonders in Erinnerung blieb ihr Hattrick im Februar gegen den Rivalen Chelsea. Ihre Leistungen weckten das Interesse mehrerer europäischer Topklubs, letztlich sicherte sich Barcelona die Dienste der Angreiferin.
Rekordablöse für brasilianische Spielerin
Nach Medienberichten zahlt Barcelona rund 1,3 Millionen Pfund (etwa 1,5 Millionen Euro) an Manchester City. Das wäre die höchste Ablösesumme, die je für eine brasilianische Fußballerin gezahlt wurde. Der Transfer unterstreicht die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Frauenfußballs und die Investitionsbereitschaft europäischer Spitzenklubs.
Nationalspielerin mit Heim-WM im Blick
Kerolin ist seit Jahren eine feste Größe in der brasilianischen Nationalmannschaft. In 62 Länderspielen erzielte sie 15 Tore. Im kommenden Jahr findet die Frauen-Weltmeisterschaft in Brasilien statt – Kerolin soll dort eine der Gesichter des Turniers werden. Ihre Erfahrung und Torgefahr machen sie zu einer wichtigen Stütze im Team von Trainer Arthur Elias.
Barcelona im Umbruch
Der Champions-League-Sieger Barcelona hat in diesem Sommer mehrere Schlüsselspielerinnen verloren. Die zweimalige Ballon-d'Or-Gewinnerin Alexia Putellas wechselte ebenso zu London City Lionesses wie die spanische Verteidigerin Mapi Leon. Auch die talentierte Stürmerin Salma Parraluelo verließ den Klub und schloss sich dem Ligakonkurrenten Olympique Lyon an.
Kerolin gilt als direkter Ersatz für Parraluelo. Mit ihrer Schnelligkeit und ihrem Abschlussvermögen soll sie die Lücke in der Offensive schließen. Manchester City hat unterdessen bereits reagiert und mit der englischen Nationalspielerin Beth Mead eine namhafte Verstärkung für den Angriff verpflichtet.
Ausblick
Der Transfer zeigt, dass sich die Kräfteverhältnisse im europäischen Frauenfußball weiter verschieben. Während Barcelona auf internationale Stars setzt, baut Manchester City auf eine Mischung aus erfahrenen Nationalspielerinnen und jungen Talenten. Die kommende Saison verspricht spannend zu werden – sowohl in der WSL als auch in der Champions League.
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