Neuer kehrt zurück und tritt elitärer WM-Club bei

Kurzüberblick
Manuel Neuer ist der neunte Spieler, der eine Weltmeisterschaft gewann und zwölf Jahre später wieder bei einem WM-Turnier antrat. Der deutsche Torhüter feierte sein Comeback beim 7:1-Sieg gegen Curaçao und reiht sich in eine Riege von Legenden ein.
Manuel Neuer ist der neunte Spieler, der eine Weltmeisterschaft gewann und zwölf Jahre später wieder bei einem WM-Turnier antrat. Der deutsche Torhüter feierte sein Comeback beim 7:1-Sieg gegen Curaçao und reiht sich in eine Riege von Legenden ein.
Als Manuel Neuer im Houston Stadium das Spielfeld zum Auftakt der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ gegen Curaçao betrat, wurde er zum erst neunten Spieler, der den WM-Titel gewann und zwölf Jahre später zu den Endrunden zurückkehrte. Der deutsche Schlussmann, der 2024 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten war, aber im Mai dieses Jahres seine Entscheidung rückgängig machte, glänzte bei den Endrunden 2014 in Brasilien, als die Europäer ihren vierten Weltmeistertitel holten. Danach stand er bei Russland 2018 und Katar 2022 im Tor, bevor er beim 7:1-Sieg gegen Curaçao die vollen 90 Minuten absolvierte.
Die acht Vorgänger
Hier wirft die FIFA einen Blick auf die acht Männer, die diese Leistung vor ihm vollbrachten.
Sergio Busquets (Spanien)
Der Mittelfeldspieler war der letzte verbliebene Spieler aus Spaniens erstem Titelgewinn 2010, der bei den Endrunden antrat. Der damals 36-Jährige spielte bei Katar 2022. Er absolvierte fast alle Minuten des Turniers 2010 und begeisterte mit schnellem Fußwerk und außergewöhnlichem Spielverständnis von der Basis des Mittelfelds. In Katar war Busquets erneut fast immer dabei, vergab jedoch im Viertelfinale einen Elfmeter im Elfmeterschießen gegen Marokko in Al Rayyan.
Thierry Henry (Frankreich)
Henry erlebte 1998 mit Frankreich auf heimischem Boden den WM-Triumph – er erzielte drei Tore, als Les Bleus mit einem 3:0-Sieg gegen Brasilien erstmals den Pokal holten. Er kehrte 2002 und 2006 auf die Weltbühne zurück und führte Raymond Domenechs Team 2010 in Südafrika an, wo Frankreich in der Gruppenphase ausschied.
Cafu und Ronaldo (Brasilien)
Als Brasilien 1994 seinen vierten WM-Titel holte, gesellten sich zu Größen wie Romario, Bebeto und Dunga zwei aufstrebende Stars: Cafu und der 17-jährige Ronaldo. Cafu kam in den USA dreimal zum Einsatz, Ronaldo gar nicht. Beide glänzten 1998 und 2002, als die Südamerikaner drei Endspiele in Folge erreichten. O Fenômeno, Gewinner des adidas Goldenen Schuhs bei Korea/Japan 2002, begeisterte mit einem Doppelpack im Finale gegen Deutschland. 2006 kehrten sie für einen letzten Auftritt zurück – Cafu als Kapitän, Ronaldo als Sturmspitze –, scheiterten aber im Viertelfinale an Frankreich.
Franco Baresi und Daniele Massaro (Italien)
Italien reiste 1982 mit einem herausragenden Kader nach Spanien, angeführt von Torwartlegende Dino Zoff und Torjäger Paolo Rossi. Zu den etablierten Superstars gesellten sich die jungen Gesichter von Franco Baresi und Daniele Massaro. Die Azzurri besiegten Deutschland im Finale, und die beiden feierten danach mit dem AC Mailand eine titelreiche Karriere, bevor sie 1994 als integrale Bestandteile einer weiteren italienischen Star-Mannschaft in die USA reisten. Ihre Nationalmannschaftskarriere endete jedoch nicht so gut, wie sie begann: Beide vergaben – zusammen mit Roberto Baggio – im Elfmeterschießen an jenem schicksalhaften Tag in Pasadena.
Pelé (Brasilien)
Bei der WM 1958 in Schweden erlebte die Welt den ersten Auftritt des übernatürlichen Teenagers Edson Arantes do Nascimento, besser bekannt als Pelé. Der 17-Jährige verhalf Brasilien zum Jules-Rimet-Pokal und wurde zum ersten Teenager, der im Finale traf – sein Doppelpack bescherte den Südamerikanern einen 5:2-Sieg gegen Schweden. Brasilien wiederholte den Erfolg 1962, doch nach dem Ausscheiden 1966 schwor Pelé, nie wieder bei einer WM zu spielen. Er änderte seine Meinung vor Mexiko 1970 und kehrte für einen letzten Auftritt zurück. Dort holte er seinen dritten und letzten WM-Titel und wurde der erste und bislang einzige Spieler, der dreimal Weltmeister wurde – und das zwölf Jahre auseinander.
William Martínez (Uruguay)
Das Gründungsmitglied des Clubs war William Martínez, ein uruguayischer Verteidiger, der in seiner Heimat zahlreiche Titel gewann und dieses goldene Händchen 1950 in Brasilien in die Nationalmannschaft einbrachte. Er kam zwar nicht zum Einsatz, als La Celeste ihren zweiten WM-Titel holte – die erste WM, die im Rundenturnier entschieden wurde –, aber er war 1962 in Chile als erfahrener Kopf im Kader von Juan Corazzo dabei, als die Südamerikaner in der Gruppenphase ausschieden.
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