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Schweiz schreibt Geschichte: Erster K.o.-Sieg seit 72 JahrenDie Schweiz hat bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ ihren ersten K.o.-Sieg seit 72 Jahren gefeiert. Dan Ndoye und Manuel Akanji äußern sich nach dem 2:0-Erfolg über Algerien und blicken auf das Achtelfinale voraus./images/de/2026/07/schweiz-schreibt-geschichte-erster-k-o-sieg-seit-72-jahren-c52e9268-800w.webpSchweiz schreibt Geschichte: Erster K.o.-Sieg seit 72 Jahren

Schweiz schreibt Geschichte: Erster K.o.-Sieg seit 72 Jahren

Aktualisiert 3 min read
Schweizer Nationalspieler feiern auf dem nassen Rasen im BC Place Stadium in Vancouver nach dem historischen 2:0-Sieg gegen Algerien

Kurzüberblick

Die Schweiz hat bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ ihren ersten K.o.-Sieg seit 72 Jahren gefeiert. Dan Ndoye und Manuel Akanji äußern sich nach dem 2:0-Erfolg über Algerien und blicken auf das Achtelfinale voraus.

An einem regnerischen Donnerstagabend in British Columbia schrieb die Schweiz ein neues Kapitel ihrer Fussballgeschichte. Zum ersten Mal seit mehr als sieben Jahrzehnten gewann die Nati ein K.o.-Spiel bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™. Der letzte derartige Erfolg datiert aus dem Jahr 1954, als die Schweiz als Gastgeber in einem Entscheidungsspiel der Gruppenphase gegen Italien gewann – kein klassisches K.o.-Spiel, aber ein Play-off, das den Gruppensieg brachte. Seither vergingen 72 Jahre, in denen die Schweiz zwar dreimal den Eurovision Song Contest gewann, olympisches Gold im Fechten, Judo und Rudern holte und vier Physiker mit dem Nobelpreis auszeichnete – ein K.o.-Sieg bei einer WM blieb jedoch aus.

Dank Toren von Breel Embolo und Dan Ndoye besiegte die Schweiz Algerien in Vancouver mit 2:0 und beendete diese Durststrecke. Im exklusiven Gespräch mit FIFA nach dem historischen Sieg betonte Ndoye die Bedeutung des Moments: „Es fühlt sich großartig an, wirklich großartig. Es war sehr wichtig für uns, heute zu gewinnen. Wir haben ein Stück Geschichte für unsere Nation geschrieben und hoffen, dass wir so weitermachen – das ist es, wovon wir geträumt haben. Nicht nur die Spieler, sondern das ganze Land hat davon geträumt, und wir wollen, dass sie weiter träumen können. Wir wissen, dass das, was wir heute erreicht haben, etwas Besonderes ist, aber wir wollen mehr. Heute sind wir glücklich, und morgen denken wir an den nächsten Schritt, das nächste Spiel, den nächsten Gegner.“

Historischer Erfolg in Vancouver

Der Sieg gegen Algerien war nicht nur der erste K.o.-Erfolg seit 1954, sondern auch der erste Zu-Null-Sieg des Turniers für die Schweiz. In den vorherigen drei Partien hatte die Nati stets Gegentore kassiert. Manuel Akanji, Abwehrchef der Schweizer, zeigte sich erfreut über die defensive Stabilität: „Wir haben gut verteidigt und die Tore im richtigen Moment erzielt. Zum ersten Mal ohne Gegentor zu bleiben – das ist etwas, das man als Verteidiger immer erreichen will. In den anderen Spielen hat es nicht geklappt, aber am Ende zählt der Sieg. Wenn man dann noch ein sauberes Blatt hat, fühlt es sich richtig gut an.“

Die Offensive der Schweiz präsentierte sich in Nordamerika in bestechender Form. Mit dem 25-jährigen Ndoye traf bereits der fünfte verschiedene Torschütze in den ersten vier Spielen. Besonders der junge Johan Manzambi sorgte mit seinen Auftritten für Furore. Akanji lobte die Mannschaftsleistung: „Endlich haben wir auch ein K.o.-Spiel gewonnen, aber hoffentlich sind wir noch nicht fertig. Es war eine gute Leistung, und es war nicht einfach. Algerien hat wirklich gut gespielt, aber wir haben mit viel Erfahrung agiert.“

Vorfreude auf das Achtelfinale

Dank des Sieges bleibt die Schweiz in Vancouver und trifft im Achtelfinale entweder auf Kolumbien oder Ghana. Die Mannschaft hatte sich bereits nach dem Sieg gegen Gastgeber Kanada in der Gruppenphase in der Region niedergelassen und genießt nun die Vorzüge des Verbleibs. Ndoye freut sich auf die Herausforderung: „Jetzt werden wir sehen, wen wir im nächsten Spiel bekommen – Kolumbien oder Ghana. Wir gehen Schritt für Schritt vor, aber wir wollen weitermachen. Wir sind bereit für jeden Gegner und wollen unsere Qualität auf der größten Bühne der Welt zeigen.“

Der Torschütze muss sich allerdings noch um die vielen Glückwünsche kümmern, die ihn erreicht haben: „Oh, es gab viele Nachrichten! Sehr viele. Ich habe gesehen, dass mein Agent die erste bekommen hat, aber ich konnte nicht antworten. Ich habe so viele im Moment, es sind sicher über hundert. Jetzt muss ich mir die Zeit nehmen, um zu antworten. Für mich ist das ein Traum. Seit ich ein Kind war, habe ich die größten Teams der Welt beim größten Turnier der Welt gesehen. Mein Land vertreten zu dürfen und ein K.o.-Spiel zu spielen – das ist unglaublich. Wir wollen, dass dieser Traum weitergeht und das Land weiter träumen kann.“

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