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Warum England bei der WM einen Darts-Song spieltBei der Weltmeisterschaft 2026 lassen die Nationalmannschaften nach jedem Tor eigene Songs abspielen. England überrascht mit 'Chase the Sun' von Planet Funk, einem Klassiker aus der Darts-Welt. Auch andere Teams setzen auf ungewöhnliche musikalische Begleitung./images/de/2026/06/warum-england-bei-der-wm-einen-darts-song-spielt-724ae0e2-800w.webpWarum England bei der WM einen Darts-Song spielt

Warum England bei der WM einen Darts-Song spielt

Aktualisiert 2 min read
Englische Fußballfans im Stadion, die nach einem Tor jubeln, während auf der Anzeigetafel der Songtitel 'Chase the Sun' erscheint

Kurzüberblick

Bei der Weltmeisterschaft 2026 lassen die Nationalmannschaften nach jedem Tor eigene Songs abspielen. England überrascht mit 'Chase the Sun' von Planet Funk, einem Klassiker aus der Darts-Welt. Auch andere Teams setzen auf ungewöhnliche musikalische Begleitung.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bringt nicht nur sportliche Höhepunkte, sondern auch musikalische Überraschungen. Die Nationalmannschaften haben eigene Torhymnen ausgewählt, die nach jedem Treffer im Stadion erklingen. Besonders auffällig: England setzt auf 'Chase the Sun' von Planet Funk – ein Song, der bislang vor allem mit der Darts-Welt assoziiert wurde.

Englands ungewöhnliche Wahl

Am Mittwochabend erlebten die englischen Fans im Eröffnungsspiel gegen Kroatien gleich vier Mal, wie 'Chase the Sun' durch die Lautsprecher dröhnte – jedes Mal nach einem Tor der Three Lions, die die Partie mit 4:2 für sich entschieden. Der Song, der regelmäßig bei großen Darts-Events wie der Darts-WM oder der Premier League Darts gespielt wird, wurde vom englischen Fußballverband (FA) als offizielle Torhymne ausgewählt. Die Reaktion der Fans fiel begeistert aus: In Dallas und daheim in England sangen die Anhänger lautstark mit, selbst wenn der Song gar nicht lief.

Die Torhymnen der anderen Nationen

Nicht nur England setzt auf musikalische Eigenheiten. Schottland wählte 'I'm Gonna Be (500 Miles)' von The Proclaimers, Australien entschied sich für 'Thunderstruck' von AC/DC, Frankreich für 'One More Time' von Daft Punk und die USA als Co-Gastgeber für eine Remix-Version von 'Free Bird' von Lynyrd Skynyrd. Deutschland ließ nach seinem deutlichen Sieg gegen Curacao gleich sieben Mal 'Major Tom' von Peter Schilling laufen – ein Song, der von David Bowie inspiriert ist. Die Fans von Curacao dürften diese Wahl weniger erfreut haben, da sie die Niederlage musikalisch untermalte.

Torhymnen im Fußball immer beliebter

Die Idee, nach Toren spezielle Lieder abzuspielen, gewinnt weltweit an Popularität. Vereine wie Bayern München, der FC Chelsea oder Crystal Palace nutzen bereits eigene Torhymnen. Bei der WM 2026 haben in der ersten Gruppenphase 40 der 48 teilnehmenden Nationen mindestens ein Tor erzielt, sodass fast alle Hymnen bereits erklungen sind.

Wie werden die Songs ausgewählt?

Der Auswahlprozess ist denkbar einfach: Jeder nationale Fußballverband wurde gebeten, zwei Lieder zu nominieren. Das erste wird nach jedem Tor gespielt, das zweite erklingt nach einem Sieg. Die englischen Fans durften nach dem Erfolg gegen Kroatien 'Three Lions' von David Baddiel, Frank Skinner und The Lightning Seeds mitsingen. Zudem sorgte ein Video der Mannschaft, die 'Wonderwall' von Oasis anstimmte, für Begeisterung in den sozialen Medien. Australien nutzte nach dem 2:0-Sieg gegen die Türkei 'Land Down Under' von Men At Work als Siegeshymne – Aufnahmen von Fans und Spielern, die gemeinsam feierten, gingen viral.

Überraschende Songauswahlen

Viele Lieder passen aufgrund ihrer Popularität in den Heimatländern perfekt. Doch es gibt auch ungewöhnliche Entscheidungen: Österreich wählte 'Maria (I Like It Loud)' von Scooter, Tschechien entschied sich für eine modernisierte Version von 'Seven Nation Army' (ursprünglich von The White Stripes) in der Interpretation von Mickie Krause. Die Schweiz überraschte mit 'Freed From Desire' von Gala – ein Song, der zwar bekannt, aber nicht unbedingt typisch für das Land ist.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem 'Ask Me Anything'-Team von BBC Sport.

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