Southgate: Ich halte mich bei der WM zurück

Kurzüberblick
Sir Gareth Southgate hat erklärt, warum er keine TV-Expertenrolle bei der Weltmeisterschaft übernommen hat. Der ehemalige englische Nationaltrainer möchte der Mannschaft nicht im Weg stehen und hofft, dass sie endlich den Titel holt.
Der ehemalige englische Nationaltrainer Sir Gareth Southgate hat erklärt, warum er kein Angebot als TV-Experte bei der diesjährigen Weltmeisterschaft angenommen hat. In einem Beitrag auf Instagram sagte der 55-Jährige, er sei bewusst zu dem Entschluss gekommen, sich aus der Öffentlichkeit herauszuhalten, um der englischen Mannschaft nicht zu schaden.
Southgates Entscheidung gegen die TV-Expertenrolle
„Es ist natürlich ein ganz anderes Turnier für mich diesmal. Ich war bei den letzten sieben Weltmeisterschaften als Spieler, als Kommentator, als Scout und dann als Trainer dabei“, schrieb Southgate. „Dieses Mal habe ich bewusst entschieden, nicht im Fernsehen aufzutreten. Ich glaube nicht, dass es hilfreich wäre, wenn ich über die Mannschaft sprechen würde. Ich möchte nicht, dass etwas falsch verstanden oder ihnen bei Pressekonferenzen vorgeworfen wird. Daher ist es das Beste, wenn ich mich zurückhalte.“
Southgate war im Juli 2024 von seinem Posten zurückgetreten, nachdem England im Finale der Europameisterschaft gegen Spanien verloren hatte. In seinen acht Jahren als Trainer führte er die Three Lions in 102 Spielen, erreichte das Finale von zwei Europameisterschaften (2021 und 2024) sowie das Halbfinale der Weltmeisterschaft 2018. Zudem zog er 2022 ins Viertelfinale ein. Damit ist er neben Sir Alf Ramsey, dem Weltmeistertrainer von 1966, der einzige englische Trainer, der eine Männermannschaft des Landes in ein großes Turnierfinale führte.
Englands WM-Auftakt und Southgates Zuversicht
Die englische Nationalmannschaft startet am Mittwoch (21:00 Uhr MESZ) in Arlington, Texas, gegen Kroatien in die Weltmeisterschaft. Weitere Gruppenspiele sind gegen Ghana am Dienstag, den 23. Juni (21:00 Uhr MESZ), und gegen Panama am Samstag, den 27. Juni (22:00 Uhr MESZ).
Southgate zeigte sich überzeugt, dass England bereit sei, eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. „Viel Glück an alle Jungs“, sagte er. „Ich weiß, dass all die großen K.o.-Abende, die wir erlebt haben, bedeuten, dass sie voller Selbstvertrauen in dieses Turnier gehen werden. Sie haben so viele Hürden auf dem Weg zum Sieg überwunden – Elfmeterschießen, Halbfinals, waren so nah dran – und sie sind bereit zu gewinnen. Ich hoffe, alle haben einen großartigen Monat – und ich halte mich raus.“
Bellingham über Druck und Erwartungen
Bereits zuvor hatte Englands Mittelfeldspieler Jude Bellingham über die Rolle von Erwartungen gesprochen. „Wir hatten 2018 gut abgeschnitten und auch in Katar [bei der WM 2022] gut gespielt. Als es zu diesem Turnier kam, wurden wir als eines von zwei oder drei Teams angesehen, das es gewinnen sollte“, sagte Bellingham. „Wir haben nicht besonders gut gespielt, und selbst wenn wir gewonnen haben, hatte man nicht das Gefühl, so glücklich zu sein, wie man hätte sein sollen.“
In einer neuen BBC-Dokumentation thematisiert Southgate zudem die Krise, der Jungen und junge Männer seiner Meinung nach gegenüberstehen, und untersucht, was die Einstellungen und Aussichten dieser Generation prägt.
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