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Fotoreportage: Fußball bietet Palästinensern im Westjordanland eine Flucht vor dem AlltagWährend die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar beginnt, bietet der Sport vielen Palästinensern im Westjordanland eine willkommene Ablenkung von den täglichen Herausforderungen der Besatzung./images/de/2026/06/fotoreportage-fussball-bietet-palastinensern-im-westjordanland-eine-flucht-vor-d-0e086bb6-800w.webpFotoreportage: Fußball bietet Palästinensern im Westjordanland eine Flucht vor dem Alltag

Fotoreportage: Fußball bietet Palästinensern im Westjordanland eine Flucht vor dem Alltag

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Palästinensische Jugendliche spielen Fußball auf einem staubigen provisorischen Feld im Westjordanland, im Hintergrund israelische Siedlungen.

Kurzüberblick

Während die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar beginnt, bietet der Sport vielen Palästinensern im Westjordanland eine willkommene Ablenkung von den täglichen Herausforderungen der Besatzung.

Während die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar offiziell angepfiffen wird, suchen auch Palästinenser im Westjordanland nach Momenten der Freude und Ablenkung. Der Sport, insbesondere Fußball, spielt dabei eine zentrale Rolle. Auf provisorischen Feldern, zwischen israelischen Siedlungen und palästinensischen Dörfern, treffen sich Jugendliche und Erwachsene, um dem runden Leder nachzujagen. Für viele ist es mehr als nur ein Spiel – es ist eine Flucht vor den täglichen Belastungen der Besatzung, der wirtschaftlichen Not und der politischen Unsicherheit.

Fußball als Ventil im Alltag

In Städten wie Ramallah, Hebron und Nablus sowie in kleineren Gemeinden sind improvisierte Fußballplätze allgegenwärtig. Oft fehlt es an ordentlichen Rasenflächen oder Toren, doch das hält die Begeisterung nicht auf. „Fußball ist unser Leben“, sagt ein junger Spieler aus dem Flüchtlingslager Al-Amari bei Ramallah. „Wenn wir spielen, vergessen wir für eine Weile die Checkpoints, die Ausgangssperren und die Angst.“ Die Spiele finden oft unter schwierigen Bedingungen statt: Platzmangel, unebener Boden und die ständige Präsenz israelischer Sicherheitskräfte in der Nähe.

Die WM als gemeinsames Erlebnis

Die Weltmeisterschaft in Katar, die erste in der arabischen Welt, wird im Westjordanland mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. In Cafés und Wohnzimmern versammeln sich Familien und Freunde vor den Bildschirmen. Viele Palästinenser fiebern mit den Mannschaften aus der Region mit, insbesondere mit Marokko, Tunesien, Saudi-Arabien und Katar selbst. „Es ist ein Gefühl der Zugehörigkeit“, erklärt ein Fan in Ost-Jerusalem. „Zum ersten Mal findet die WM in unserer Nähe statt, und das gibt uns das Gefühl, Teil der globalen Fußballfamilie zu sein.“

Herausforderungen und Hoffnungen

Trotz der Begeisterung bleibt die Realität hart. Die Bewegungsfreiheit ist durch die israelische Besatzung stark eingeschränkt, was die Teilnahme an organisierten Turnieren oder sogar das einfache Erreichen eines Spielfelds erschwert. Viele talentierte Spieler haben kaum Chancen, auf internationalem Niveau zu spielen. Dennoch gibt es Initiativen, die den Fußball fördern: Lokale Vereine wie der „Hilal Al-Quds Club“ oder „Shabab Al-Khalil“ bieten Trainingsmöglichkeiten und organisieren Ligen. „Wir wollen den Jugendlichen eine Perspektive geben“, sagt ein Trainer aus Bethlehem. „Fußball lehrt Teamwork, Disziplin und gibt Hoffnung.“

Die Fotoreportage zeigt eindrückliche Bilder: Kinder, die barfuß auf staubigen Plätzen kicken, junge Männer, die in Trikots ihrer Lieblingsmannschaften jubeln, und Familien, die gemeinsam Spiele verfolgen. Es sind Momente der Normalität in einer Region, die von Konflikten geprägt ist.

Ein Blick in die Zukunft

Während die WM in Katar die Welt in ihren Bann zieht, bleibt für viele Palästinenser der Traum von einem eigenen Nationalteam, das an solchen Turnieren teilnehmen kann. Die Palästinensische Fußballnationalmannschaft hat in den letzten Jahren Fortschritte gemacht, aber die politischen Hürden sind enorm. Dennoch gibt der Sport Kraft. „Eines Tages werden wir auch dabei sein“, sagt ein junger Spieler zuversichtlich. „Bis dahin spielen wir weiter – für die Freude am Spiel und für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.“

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