Declan Rice beklagt überfüllten Spielplan: „Obszöne Anzahl an Spielen“

Kurzüberblick
Declan Rice kritisiert den überfüllten Spielplan im Profifußball als „obszön“ und „verrückt“. Der Mittelfeldspieler von Arsenal betont jedoch, dass man sich nicht beschweren, sondern die Belastung für große Momente wie seinen Premier-League-Titel in Kauf nehmen müsse.
Der englische Nationalspieler Declan Rice hat sich in einem Interview mit der Telegraph kritisch über den zunehmend überfüllten Spielplan im Profifußball geäußert. „Es ist eine obszöne Anzahl an Spielen. Der Spielplan war verrückt, aber was können wir dagegen tun? Man kann nicht dasitzen und sich beschweren“, sagte der 25-jährige Mittelfeldspieler von Arsenal.
Belastung für Spieler steigt stetig
Rice, der im Sommer 2023 für eine Rekordablöse von 105 Millionen Pfund von West Ham United zu Arsenal wechselte, spricht damit ein Problem an, das viele Topspieler betrifft. Durch die Ausweitung von Champions League, Europa League und nationalen Pokalwettbewerben sowie zusätzlichen Länderspielen wie der Nations League und der Klub-Weltmeisterschaft ist die Zahl der Pflichtspiele für Spitzenfußballer in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Experten warnen vor einer Überlastung der Spieler, die zu mehr Verletzungen und einer sinkenden Leistungsfähigkeit führen könne.
„Einfach weitermachen“ für große Momente
Trotz der Kritik zeigt Rice Verständnis für die Zwänge des Geschäfts. „Wir müssen einfach weitermachen für die Momente wie den, den ich hatte, als ich die Premier League gewonnen habe“, erklärte er. Rice gewann in der vergangenen Saison mit Arsenal zwar keinen Titel, bezieht sich aber auf seinen Premier-League-Triumph mit Manchester City in der Saison 2022/23, als er noch für West Ham spielte. Der defensive Mittelfeldspieler betonte, dass die großen Erfolge die Strapazen des vollen Terminkalenders aufwiegen würden.
Debatte um Spielerbelastung hält an
Rices Aussagen reihen sich in eine wachsende Debatte um die Belastung von Profifußballern ein. In den vergangenen Monaten hatten sich bereits mehrere Topstars wie Kevin De Bruyne, Erling Haaland und Jude Bellingham ähnlich geäußert. Die Spielergewerkschaft FIFPro fordert eine Begrenzung der Pflichtspiele pro Saison, um die Gesundheit der Athleten zu schützen. Bislang sind die Bemühungen jedoch weitgehend erfolglos geblieben, da die Verbände und Ligen an ihren Einnahmen aus den Wettbewerben festhalten.
Rice selbst steht in dieser Saison mit Arsenal in der Champions League und im FA Cup im Einsatz. Der Klub kämpft zudem um die Meisterschaft in der Premier League. Sollte Arsenal alle Wettbewerbe bis zum Ende bestreiten, könnte Rice auf über 60 Pflichtspiele in einer Spielzeit kommen – eine Zahl, die selbst für einen Topathleten an die Grenzen der Belastbarkeit geht.
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