TV-Experte Bogdanovic entschuldigt sich für rassistische Äußerungen
Kurzüberblick
Der ehemalige Stürmer von Atlético Madrid und Werder Bremen, Rade Bogdanovic, hat sich für rassistische Kommentare während einer Live-Übertragung der WM im serbischen Fernsehen entschuldigt. Der 56-Jährige hatte die Konzentrationsfähigkeit schwarzer Spieler infrage gestellt.
Der ehemalige Stürmer von Atlético Madrid und Werder Bremen, Rade Bogdanovic, hat sich für rassistische Äußerungen entschuldigt, die er während einer Live-Übertragung der Weltmeisterschaft im serbischen Fernsehen gemacht hatte. Bogdanovic war als Expertenkommentator für den staatlichen Sender RTS im Einsatz, als er während des torlosen Unentschiedens zwischen Belgien und Iran in der Gruppe G die umstrittenen Bemerkungen äußerte.
Die rassistischen Äußerungen
Der 56-Jährige, der 1997 drei Länderspiele für Jugoslawien bestritt, stellte während der Diskussion über die rote Karte des belgischen Verteidigers Nathan Ngoy die Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer schwarzer Spieler infrage. „Ich habe immer gesagt, diese Spieler – und ich bin wirklich kein Rassist – aber schwarze Spielern fehlt die Konzentration, um länger als 60 bis 80 Minuten durchzuhalten“, sagte Bogdanovic. „Als wir gespielt haben, mussten wir manchmal unsere eigenen Spieler schützen, damit sie keine Fehler machen.“
Der Moderator der Sendung widersprach Bogdanovic, doch dieser beharrte auf seiner Aussage und betonte, dass „die Mehrheit keine Konzentration hat“. Die Kommentare lösten in den sozialen Medien breite Empörung aus.
Entschuldigung und Reaktionen
In einer Erklärung gegenüber Reuters entschuldigte sich Bogdanovic: „Ich entschuldige mich aufrichtig für meine Aussage über schwarze Fußballspieler.“ Auch der Sender RTS gab eine offizielle Entschuldigung heraus und stellte klar, dass Bogdanovic nicht fest bei RTS angestellt sei, sondern als „Expertenkommentator“ für das diesjährige Turnier arbeite. „Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um uns als Sender für die Aussage in unserer Sendung zu entschuldigen, die sich gegen Mitglieder einer bestimmten Rasse richtete“, hieß es in der Stellungnahme von RTS.
Der 23-jährige Ngoy war am Sonntag in der zweiten Halbzeit des Spiels in Los Angeles wegen eines taktischen Fouls vom Platz gestellt worden. Nach Unentschieden gegen Iran und Ägypten droht dem drittplatzierten Belgien das Aus in der Gruppe G. Am Montag war Bogdanovic bereits wieder im RTS-Studio, um über den 2:0-Sieg Argentiniens gegen Österreich in der Gruppe J zu berichten.
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