Schlangen auf dem Trainingsplatz: WM-Teilnehmer besorgt

Kurzüberblick
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA sorgen giftige Schlangen für Unruhe unter den Spielern. Joshua Kimmich und andere Nationalspieler berichten von Begegnungen mit Kupferköpfen und warnen vor den Gefahren der lokalen Tierwelt.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA bringt für einige Teams unerwartete Herausforderungen mit sich: Neben Taktik und Gegneranalyse müssen sich Spieler auch mit der heimischen Tierwelt auseinandersetzen. Insbesondere giftige Schlangen sorgen für Besorgnis in den Lagern der deutschen, schweizerischen und norwegischen Nationalmannschaften.
Begegnung mit dem Kupferkopf
Die deutsche Mannschaft um Kapitän Joshua Kimmich hat in ihrem Basislager in Winston-Salem, North Carolina, Bekanntschaft mit einer Kupferkopfschlange gemacht. Diese Art ist in der Region weit verbreitet und ihr Biss kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Kimmich berichtete: „Wir haben gestern eine Schlange gesehen, und uns wurde gesagt, sie sei giftig. Wenn man gebissen wird, muss man ins Krankenhaus. Ich glaube nicht, dass man stirbt, aber es ist definitiv gefährlich. Ich habe das Gefühl, wenn man auf so eine Schlange tritt, kann das böse enden.“
Der 28-jährige Mittelfeldspieler betonte, dass das Team versuche, Abstand zu den Tieren zu halten. „Ich habe Respekt vor den Menschen hier. In Deutschland habe ich das Gefühl, gibt es nicht so viele gefährliche Tiere.“ Tatsächlich ist Deutschland Heimat von sieben Schlangenarten, von denen nur zwei giftig sind – ein deutlicher Unterschied zu den Bedingungen in North Carolina.
Kimmich fügte hinzu: „Wenn man erst einmal hört, um welche Schlange es sich handelt und was passieren kann, wenn man gebissen wird, hört der Spaß sehr schnell auf. Wir sind hier, um uns auf das größte Turnier im Fußball vorzubereiten, und plötzlich schauen die Spieler bei jedem Schritt auf den Boden.“
Vorsichtsmaßnahmen der Schweizer
Die Schweizer Nationalmannschaft, die ihr Quartier in San Diego, Kalifornien, bezogen hat, hat ebenfalls Maßnahmen ergriffen. Sie markierten einen bestimmten Bereich in ihrem Camp als „Schlangengebiet“, um die Spieler zu warnen. Auch wenn die genauen Umstände nicht bekannt sind, zeigt dies, wie ernst die Teams die Bedrohung durch die lokale Tierwelt nehmen.
Norwegen: Keine Freude über die Nachricht
Die norwegische Mannschaft ist ebenfalls in North Carolina stationiert, und zwar in Greensboro. Die offizielle Website der Stadt weist darauf hin, dass Kupferköpfe in der Gegend „sehr häufig“ vorkommen. Diese Information stieß bei Norwegens Kapitän Kristian Thorstvedt auf wenig Begeisterung. „Das zu hören, gefällt mir überhaupt nicht“, sagte Thorstvedt, als er von der lokalen Tierwelt erfuhr.
Die Bedenken der Spieler sind nicht unbegründet: Der Biss einer Kupferkopfschlange kann starke Schmerzen, Schwellungen und in seltenen Fällen sogar Gewebeschäden verursachen. Zwar sind Todesfälle selten, dennoch ist eine medizinische Behandlung erforderlich. Für die Teams, die sich auf das Turnier konzentrieren wollen, ist dies eine zusätzliche Ablenkung.
Die WM in den USA und Kanada findet in mehreren Städten statt, und die Teams haben ihre Basislager in verschiedenen Regionen bezogen. Während einige Standorte als sicher gelten, müssen andere mit unerwarteten Begegnungen rechnen. Die deutschen Spieler haben bereits gelernt, wachsam zu sein – nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf dem Weg dorthin.
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