WM-Traumtore: Benjamin Pavards Geniestreich gegen Argentinien (2018)

Kurzüberblick
Benjamin Pavards Traumtor im Achtelfinale 2018 gegen Argentinien war ein Meisterwerk der Technik und Ästhetik. Der Außenrist-Schlenzer des Franzosen wurde zum Tor des Turniers gewählt und ebnete den Weg zum zweiten WM-Titel für Les Bleus.
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt näher, und wir feiern die Vorfreude mit einer täglichen Serie der spektakulärsten Tore aus vergangenen Endrunden. Heute: Benjamin Pavards unvergesslicher Treffer im Achtelfinale 2018 zwischen Frankreich und Argentinien – ein Tor, das in die Geschichtsbücher einging.
Ein Duell der Giganten
Am 30. Juni 2018 trafen in der Kazan Arena zwei Schwergewichte des Weltfußballs aufeinander: Frankreich, der spätere Turniersieger, und Argentinien um Superstar Lionel Messi. Die Partie war von Beginn an hochklassig und dramatisch. Nach einer frühen Führung der Südamerikaner durch Ángel Di María und einem zwischenzeitlichen Ausgleich kämpften sich die Franzosen zurück. Doch es war ein Moment der besonderen Art, der das Spiel prägen sollte.
Pavards magischer Moment
In der 57. Minute, beim Stand von 1:2 aus französischer Sicht, flankte Lucas Hernández von links. Der Ball segelte durch den Strafraum, verfehlte alle Angreifer und landete genau vor den Füßen von Benjamin Pavard, der sich am rechten Rand des Sechzehners positioniert hatte. Ohne zu zögern, nahm der Rechtsverteidiger den Ball mit der Innenseite seines rechten Fußes und schlenzte ihn mit einer perfekten Außenristschnittstelle – der Ball bekam eine derartige Drall- und Flugkurve, dass er unhaltbar im linken oberen Toreck einschlug. Es war ein Treffer von atemberaubender Schönheit, der die Zuschauer im Stadion und vor den Bildschirmen weltweit in Staunen versetzte.
Pavard selbst beschrieb den Moment später: „Der Ball kam quer, und er sprang einmal auf. Ich zögerte nicht und versuchte, meinen Oberkörper über den Ball zu bringen, damit er nicht über die Latte fliegt. Ich versuchte, ihn dorthin zurückzuspielen, woher er kam – das haben mir Stürmer immer geraten. Ich machte es, ohne nachzudenken, und als ich sah, wie er im Netz einschlug, überkam mich pure Freude.“
Ein Tor, das Geschichte schrieb
Pavards Ausgleichstreffer war der Wendepunkt in einer denkwürdigen Partie. Frankreich übernahm die Kontrolle, und der damals 19-jährige Kylian Mbappé sorgte mit zwei weiteren Toren für den 4:3-Endstand. Les Bleus zogen ins Viertelfinale ein und krönten sich schließlich in Moskau zum zweiten Mal nach 1998 zum Weltmeister. Pavards Tor wurde nicht nur als eines der schönsten des Turniers gefeiert, sondern erhielt offiziell die Auszeichnung „Tor des Turniers“ der FIFA.
Der Treffer des damaligen Stuttgarter Bundesliga-Profis katapultierte Pavard schlagartig in den Fokus der internationalen Fußballwelt. Er etablierte sich als Stammspieler und wechselte später zum FC Bayern München, wo er weitere Erfolge feierte. Doch sein Name bleibt untrennbar mit diesem einen magischen Schuss verbunden – einem Schuss, der die Essenz des Fußballs in einem einzigen Moment einfing: Technik, Instinkt und die Fähigkeit, im entscheidenden Augenblick Großartiges zu vollbringen.
Die Partie von Kazan gilt bis heute als eines der besten Achtelfinalspiele der WM-Geschichte. Sie vereinte alles, was den Fußball ausmacht: Spannung, Dramatik, individuelle Klasse und Teamgeist. Pavards Tor aber bleibt der strahlendste Moment in diesem Feuerwerk des Fußballs.
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