FIFA WM 2026: Kandidaten für den besten jungen Spieler

Kurzüberblick
Die FIFA hat eine Liste vielversprechender Talente veröffentlicht, die bei der WM 2026 um die Auszeichnung als bester junger Spieler kämpfen. Von Désiré Doué bis Lamine Yamal – viele Stars von morgen könnten sich in Nordamerika einen Namen machen.
Die FIFA Weltmeisterschaft 2026 rückt näher, und mit ihr die Spannung um eine der begehrtesten individuellen Auszeichnungen des Turniers: den FIFA Best Young Player Award. Diese Trophäe, die an den herausragendsten Spieler unter 21 Jahren vergeben wird, gilt als Gradmesser für die Stars von morgen. Die letzten vier Gewinner – darunter Kylian Mbappé (2018), Thomas Müller (2010) und Enzo Fernández (2022) – haben alle auch den WM-Pokal in die Höhe gestemmt. In diesem Jahr könnte sich dieser Trend fortsetzen, denn eine ganze Reihe junger Talente drängt auf die ganz große Bühne.
Die Favoriten aus Frankreich und Portugal
Gleich drei Spieler von Paris Saint-Germain zählen zu den vielversprechendsten Kandidaten. Désiré Doué, der erst vor einer Woche 21 Jahre alt wurde, hat seit seinem Wechsel zu PSG im Sommer 2024 bereits zweimal die UEFA Champions League, den FIFA Intercontinental Cup und alle wichtigen nationalen Titel in Frankreich gewonnen. Mit 24 Torbeteiligungen in der vergangenen Saison war der Flügelstürmer ein entscheidender Faktor im Erfolg des Hauptstadtklubs. Sollte er diese Form auch bei der WM für die französische Nationalmannschaft abrufen, könnte er sich endgültig in der Weltspitze etablieren.
Ebenfalls im Sommer 2024 nach Paris gekommen ist João Neves. Der portugiesische Mittelfeldspieler, der aus der Jugendakademie von Benfica stammt, hat sich schnell als unverzichtbarer Bestandteil des PSG-Mittelfelds etabliert. Bekannt für seine unermüdliche Arbeitsrate, seine Spielintelligenz und seine Ruhe am Ball, könnte Neves bei einer erfolgreichen WM Portugals ein heißer Anwärter auf die Auszeichnung sein.
Der dritte PSG-Profi auf der Liste ist Warren Zaïre-Emery, ein vielseitiger Mittelfeldspieler, der ebenfalls eine weitere titelreiche Saison auf Vereinsebene hinter sich hat. Ob er realistische Chancen auf den Award hat, hängt wohl davon ab, ob er sich in das star besetzte französische Team spielen kann oder sich mit einer Rolle als Joker begnügen muss.
Jungstars aus Spanien, Brasilien und der Türkei
In der Abwehr könnte Pau Cubarsí Geschichte schreiben. Der 18-Jährige hat sich bereits im Alter von 17 Jahren unter dem damaligen Trainer Xavi Hernández im Zentrum der Barcelona-Defensive etabliert und wird voraussichtlich für Spanien in der Startelf stehen. Noch nie hat ein Verteidiger den Best Young Player Award gewonnen – Cubarsí könnte diese Serie durchbrechen, wenn er in Nordamerika überzeugt.
Nach einem schwierigen Start bei Real Madrid zeigte Endrick in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison sein enormes Potenzial während einer Leihe zu Olympique Lyon. Mit 16 Torbeteiligungen in nur 24 Einsätzen war der 19-Jährige für den französischen Klub unverzichtbar. Nun hofft er, diese Form mit ins Turnier zu nehmen und Brasilien zum Erfolg zu führen.
Die türkische Offensive setzt große Hoffnungen in Arda Güler und Kenan Yıldız. Güler, der ebenfalls bei Real Madrid unter Vertrag steht, brauchte eine Weile, um Fuß zu fassen, aber in der vergangenen Saison wendete sich das Blatt: Mit 20 Torbeteiligungen und seiner scheinbar grenzenlosen Kreativität ist er nun Stammspieler in Madrid. Yıldız, sein Sturmpartner, hat bereits 28 Länderspiele absolviert und war in der vergangenen Saison an 21 Toren für Juventus beteiligt. Beide könnten zu den großen Gewinnern des Turniers gehören.
Weitere vielversprechende Talente
Antonio Nusa von RB Leipzig hat mit Norwegen eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen: 17 Torbeteiligungen in 24 Länderspielen sprechen für den jungen Linksaußen, der die Norweger zu einer Überraschungsmannschaft des Turniers machen könnte. Sein Leipziger Teamkollege Oumar Diakité erlebte in der vergangenen Saison einen kometenhaften Aufstieg mit 23 Torbeteiligungen und könnte im Alter von nur 19 Jahren zu den Schlüsselspielern der Elfenbeinküste werden. Seine Schnelligkeit und Beidfüßigkeit machen ihn schwer ausrechenbar.
Aus Algerien kommt Ibrahim Maza, ein offensiver Mittelfeldspieler, der sich in der zweiten Hälfte seiner Debütsaison bei Bayer Leverkusen in der ersten Mannschaft etablierte und seit 2024 fester Bestandteil der algerischen Nationalelf ist. In einer schwierigen Gruppe mit Argentinien, Österreich und Jordanien wird Algerien seine Kreativität benötigen, um die K.o.-Runde zu erreichen.
Pep Guardiola hat James O'Reilly von einem offensiven Spielmacher in einen der weltbesten Linksverteidiger verwandelt. Der junge Mancunianer wird voraussichtlich auch unter Thomas Tuchel bei den Three Lions regelmäßig zum Einsatz kommen. Bekannt für seine Vielseitigkeit, seine Fähigkeit, dem Pressing standzuhalten, und seine enge Ballkontrolle, möchte er an eine weitere starke Saison mit Manchester City anknüpfen.
Kendry Páez aus Ecuador hat bereits über 25 Länderspiele absolviert, obwohl er erst 19 Jahre alt ist. Der Chelsea-Neuzugang (Sommer 2025) ist primär offensiver Mittelfeldspieler, aber seine Vielseitigkeit erlaubt es Trainer Sebastián Beccacece, ihn je nach Gegner fast überall in der Offensive einzusetzen.
Mexikos Hoffnung ruht auf Efraín Mora, einem offensiven Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison an sieben Toren in 20 Einsätzen für Club Tijuana beteiligt war. Auch er will sich auf der Weltbühne einen Namen machen.
Nico Paz, geboren auf Teneriffa, durchlief die Jugendakademie von Real Madrid und wechselte im Sommer 2024 zu Como in die Serie A. Unter der Anleitung von Cesc Fàbregas entwickelte er sich schnell zu einem der aufregendsten jungen Spieler der Welt. Mit herausragender Technik und außergewöhnlichem Spielverständnis könnte er eine Schlüsselfigur in Argentiniens Titelverteidigung werden.
Schließlich ist da noch Lamine Yamal, der trotz seiner erst 18 Jahre bereits seit drei Jahren eine feste Größe bei Barcelona und der spanischen Nationalmannschaft ist. Mit 42 Torbeteiligungen in 45 Einsätzen für die Katalanen in der vergangenen Saison wird der talentierte Flügelstürmer erneut im Mittelpunkt des Interesses stehen.
Nicht zu vergessen ist Luka Vušković, das Abwehrtalent von Tottenham Hotspur, das die vergangene Saison auf Leihbasis beim Hamburger SV verbrachte und maßgeblich dazu beitrug, dass der Klub nach der Rückkehr in die Bundesliga die Klasse hielt. Er wird einer der wichtigsten Spieler Kroatiens sein, wenn die Vizeweltmeister von 2018 in Gruppe L auf England, Ghana und Panama treffen.
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