FC Barcelona fordert Maßnahmen gegen Florentino Pérez

Kurzüberblick
FC Barcelona hat offizielle Schreiben an LaLiga, den spanischen Fußballverband und das Schiedsrichterkomitee gesandt. Darin fordert der Klub Maßnahmen gegen Real Madrids Präsidenten Florentino Pérez wegen angeblich falscher und rufschädigender Äußerungen.
Der FC Barcelona hat am Dienstag offiziell Stellung zu den jüngsten Äußerungen von Real Madrids Präsidenten Florentino Pérez bezogen. In einem Schreiben an die Spitzen der wichtigsten Institutionen des spanischen Fußballs fordert der katalanische Klub entschlossene Maßnahmen gegen Pérez. Konkret richtet sich das Schreiben an LaLiga-Präsident Javier Tebas, den Präsidenten des Königlich Spanischen Fußballverbands (RFEF), Rafael Louzán, sowie an Francisco Soto, den Vorsitzenden des Technischen Schiedsrichterkomitees (CTA).
Vorwürfe gegen Pérez
Hintergrund sind Aussagen, die Florentino Pérez am 12. und 13. Mai in verschiedenen öffentlichen Auftritten gemacht hatte. Barcelona bezeichnet diese Äußerungen als „falsch“ und sieht dadurch die Ehre und das Ansehen des gesamten Wettbewerbs der ersten Liga sowie des Schiedsrichterwesens schwer beschädigt. Der Klub argumentiert, dass Pérez' Worte die Reputation und Glaubwürdigkeit des gesamten spanischen Profifußballs gefährden.
Forderung nach Schutz der Institutionen
In dem Schreiben, das von Präsident Rafael Yuste y Abel unterzeichnet wurde, fordert Barcelona die Adressaten auf, die Reputation ihrer eigenen Organisationen zu verteidigen – so wie der Klub es selbst kürzlich mit der Einreichung eines Schlichtungsantrags getan habe. Konkret verlangt der FC Barcelona, dass die genannten Verbände und Gremien im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten „umgehend die geeigneten verbandsrechtlichen und gerichtlichen Maßnahmen gegen Herrn Pérez ergreifen, um die Ehre, Integrität und das Prestige der von ihnen vertretenen Institutionen und der von ihnen organisierten Wettbewerbe zu schützen“.
Die Auseinandersetzung zwischen den beiden spanischen Spitzenklubs ist der jüngste Höhepunkt einer seit Monaten schwelenden Kontroverse. Dabei geht es unter anderem um angebliche Unregelmäßigkeiten bei Schiedsrichterentscheidungen und die Rolle des Videobeweises. Der FC Barcelona hatte zuvor bereits einen Schlichtungsantrag eingereicht, um gegen vermeintliche Ungerechtigkeiten vorzugehen. Mit dem aktuellen Schritt erhöht der Klub nun den Druck auf die Fußballinstitutionen, aktiv zu werden und die Integrität des Wettbewerbs zu wahren.
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