Schottlands Super Mario und sozialer Schmetterling, der aus dem Man-Utd-Kokon schlüpfte

Kurzüberblick
Von Manchester United kaum geschätzt, wird Scott McTominay in Schottland und Neapel vergöttert. Der Mittelfeldspieler hat sich vom stillen Reservisten zum Führungsspieler entwickelt – doch wer ist der wahre McTominay?
Von Manchester United kaum geschätzt, wird Scott McTominay in Schottland und Neapel vergöttert. Der Mittelfeldspieler hat sich vom stillen Reservisten zum Führungsspieler entwickelt – doch wer ist der wahre McTominay?
Vom Man-Utd-Kokon zum Nationalhelden
Scott McTominay, der in Lancaster geborene schottische Nationalspieler, durchlief die Jugendakademie von Manchester United und gab 2017 sein Debüt für die erste Mannschaft. Unter José Mourinho und Ole Gunnar Solskjær kam er regelmäßig zum Einsatz, blieb aber oft im Schatten größerer Namen. In der Saison 2022/23, unter Erik ten Hag, fand er sich häufig auf der Bank wieder – ein Schicksal, das viele Talente bei United teilen. Doch McTominay nutzte die Gelegenheit, als er im Sommer 2023 an den SSC Neapel ausgeliehen wurde, um sich neu zu erfinden.
Durchbruch in Neapel
In Neapel, wo er unter Trainer Rudi Garcia und später Walter Mazzarri spielte, blühte McTominay auf. Mit seiner physischen Präsenz, seiner Torgefahr aus dem Mittelfeld und seiner unermüdlichen Arbeitsrate wurde er schnell zum Publikumsliebling. Die italienischen Medien tauften ihn „Super Mario“ – eine Anspielung auf seine kraftvolle Spielweise und seine Vorliebe für Videospiele. In 28 Pflichtspielen für Napoli erzielte er sieben Tore und bereitete vier weitere vor, darunter entscheidende Treffer in der Champions League.
Der soziale Schmetterling abseits des Platzes
Abseits des Platzes zeigt McTominay eine ganz andere Seite. Er ist bekannt für seine lockere Art und sein Engagement in sozialen Medien, wo er regelmäßig Einblicke in sein Privatleben gibt. Ob beim Golfspielen mit Teamkollegen oder beim Besuch lokaler Restaurants – der 27-Jährige genießt das Leben in vollen Zügen. In der schottischen Nationalmannschaft, für die er seit 2018 spielt, ist er ein zentraler Bestandteil der Kabine. Trainer Steve Clarke lobte ihn mehrfach als „Vorbild für die jungen Spieler“ und betonte seine Fähigkeit, das Team zu einen.
Die Kehrseite der Medaille
Trotz seines Erfolgs bleibt McTominay bescheiden. In Interviews betont er immer wieder, wie wichtig ihm die Familie ist – insbesondere sein Vater, ein ehemaliger Polizist, der ihn stets unterstützte. „Ohne meine Familie wäre ich nicht hier“, sagte er kürzlich in einem Gespräch mit der schottischen Presse. Diese Bodenständigkeit macht ihn bei Fans und Kollegen gleichermaßen beliebt.
Ein neues Kapitel
Nach seiner erfolgreichen Leihe kehrte McTominay im Sommer 2024 zu Manchester United zurück, wo er unter dem neuen Trainer einen Neuanfang wagte. Ob er sich dauerhaft durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Mann, der einst als „solider, aber unspektakulärer“ Spieler galt, hat sich zu einem vielseitigen und charismatischen Fußballer entwickelt – sowohl auf als auch neben dem Platz.
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