Wie sich die Welt seit Schottlands letzter WM-Teilnahme verändert hat

Kurzüberblick
Schottland stand zuletzt 1998 bei einer Männer-Fußball-WM. Seitdem hat sich die Welt rasant verändert: Das schottische Parlament wurde wiederhergestellt, Google wurde gegründet und die Preise für ein Bier haben sich mehr als verdoppelt.
Als Schottland zuletzt an einer Männer-Fußball-Weltmeisterschaft teilnahm, existierte das schottische Parlament noch nicht, Google war noch nicht erfunden und ein Pint Lager kostete etwa 1,90 Pfund. Die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich war das bislang letzte Mal, dass die schottische Nationalmannschaft an einem WM-Turnier der Männer teilnahm. Seitdem hat sich die Welt in vielerlei Hinsicht grundlegend verändert.
Politische Veränderungen
Eines der auffälligsten Beispiele ist die Wiederherstellung des schottischen Parlaments. Nach einem Referendum im Jahr 1997 nahm das Parlament 1999 seine Arbeit auf – ein Jahr nach der WM. Es war die erste eigenständige schottische Legislative seit 1707, als das Königreich Schottland mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt wurde. Die Dezentralisierung verlieh Schottland mehr Autonomie in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Justiz.
Technologische Revolution
Im Jahr 1998 war das Internet noch in den Kinderschuhen. Google wurde erst im September 1998 gegründet, also nach der WM. Heute ist Google der mit Abstand dominierende Suchmaschinenanbieter und ein zentraler Bestandteil des digitalen Alltags. Auch soziale Medien wie Facebook (gegründet 2004), Twitter (2006) oder Instagram (2010) gab es nicht. Mobiltelefone waren klobige Geräte ohne Internetzugang, und Smartphones kamen erst Jahre später auf den Markt.
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen
Die Lebenshaltungskosten sind seit 1998 deutlich gestiegen. Ein Pint Lager, das damals etwa 1,90 Pfund kostete, liegt heute im Durchschnitt bei über 4 Pfund – eine Steigerung von mehr als 100 Prozent. Auch die Immobilienpreise haben sich in vielen Teilen Schottlands vervielfacht. Die Arbeitslosigkeit war 1998 niedriger als heute, aber die wirtschaftliche Unsicherheit durch die Finanzkrise 2008 und die COVID-19-Pandemie hat die Gesellschaft nachhaltig geprägt.
Sportlicher Kontext
Für die schottische Nationalmannschaft war die WM 1998 ein Höhepunkt, aber auch ein Wendepunkt. Nach dem Turnier verpasste Schottland mehrere Qualifikationen für Welt- und Europameisterschaften. Erst 2020 gelang wieder die Qualifikation für eine EM, und die Hoffnung auf eine erneute WM-Teilnahme lebt weiter. Die letzte Teilnahme an einer Männer-WM liegt nun über 25 Jahre zurück – eine Zeitspanne, in der sich die Welt politisch, technologisch und gesellschaftlich nahezu unkenntlich verändert hat.
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