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David Alaba: Österreich greift nach den SternenDavid Alaba führt Österreich erstmals seit 1998 zur WM. Der 33-Jährige spricht über seine Vorfreude, die Entwicklung des Teams und die Herausforderungen in Gruppe J mit Titelverteidiger Argentinien./images/de/2026/06/david-alaba-osterreich-greift-nach-den-sternen-d598f955-800w.webpDavid Alaba: Österreich greift nach den Sternen

David Alaba: Österreich greift nach den Sternen

Aktualisiert 3 min read
David Alaba im österreichischen Nationaltrikot mit Kapitänsbinde, der konzentriert in die Kamera blickt, im Hintergrund das WM-Logo 2026.

Kurzüberblick

David Alaba führt Österreich erstmals seit 1998 zur WM. Der 33-Jährige spricht über seine Vorfreude, die Entwicklung des Teams und die Herausforderungen in Gruppe J mit Titelverteidiger Argentinien.

David Alaba wird seine Karriere bei der FIFA Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika krönen. Der gebürtige Wiener, der mit Bayern München und Real Madrid zahlreiche Titel gewann, fehlt bislang nur ein großer Wettbewerb: die WM. Nun führt er Österreich als Kapitän in das Turnier – eine Premiere für das Land seit 1998.

Ein Traum wird wahr

„Ich bin wirklich aufgeregt vor dem Turnier. Es wird ein Traum wahr. Es ist eine dieser Veranstaltungen, für die man einfach dankbar sein kann, sie erleben und Teil davon sein zu dürfen. Wir sind sehr stolz, uns qualifiziert zu haben“, sagte Alaba im Gespräch mit der FIFA. Der 33-jährige Defensivspezialist betont, dass die WM-Teilnahme ganz oben auf seiner Liste der Karrierehöhepunkte stehen wird: „Es war wohl eines der wenigen Dinge, die mir in meiner Karriere gefehlt haben, also wird es etwas ganz Besonderes.“

Die Qualifikation sicherte sich Österreich in einer dramatischen Partie gegen Bosnien und Herzegowina. „Die Nacht des Spiels gegen Bosnien und Herzegowina, als wir es geschafft haben, war voller Emotionen für uns alle. Ich konnte in den Augen meiner Teamkollegen sehen, was es ihnen bedeutete. Es war ein unglaubliches Gefühl.“

Die Entwicklung des Teams unter Rangnick

Unter Trainer Ralf Rangnick hat sich die österreichische Nationalmannschaft deutlich weiterentwickelt. „Wir sind als Team einen langen Weg gegangen, besonders in den letzten Jahren. Wir haben jetzt eine enorme Qualität in der Mannschaft, und das sieht man in unseren Leistungen. Wir haben echtes Selbstvertrauen aufgebaut und wollen das ins Turnier mitnehmen und zeigen, was wir können“, erklärte Alaba. Er ist überzeugt, dass der Kader den Charakter besitzt, um erfolgreich zu sein und Spiele zu gewinnen. „Wir sind uns aber bewusst, dass wir eine schwere Gruppe haben und es bei der WM keine leichten Spiele gibt.“

Die Mannschaft habe nie an der Qualifikation gezweifelt, so Alaba: „Persönlich habe ich nie daran gezweifelt, dass wir es schaffen. Wir haben aber nie etwas als selbstverständlich angesehen, und das konnte man in unserer Einstellung auf dem Platz sehen. Wir sind während der gesamten Qualifikation motiviert geblieben und haben das Ziel nicht aus den Augen verloren. Wir haben jedes Spiel so genommen, wie es kam, und ich denke, wir haben die Qualifikation verdient. Es stimmt, dass es gegen Ende etwas nervös wurde, aber ich glaube nicht, dass wir jemals wirklich Zweifel aufkommen ließen.“

Die Rolle des Kapitäns

Als erfahrener Spieler und Kapitän nimmt Alaba seine Verantwortung ernst. „Ich komme sicherlich dem Ende meiner Karriere näher. Ich kenne aber meine Rolle im Team. Ich nehme die Verantwortung an und versuche, meinen Teil beizutragen und mir selbst treu zu bleiben. Ich möchte meinen Beitrag leisten, um dem Team zu helfen.“ Er führt in erster Linie durch Leistung auf dem Platz: „Ich möchte mit gutem Beispiel vorangehen, das Team auf meinen Schultern tragen und mich im Einklang mit meinen Werten verhalten. Das Team macht es mir sehr leicht und erlaubt mir, einfach ich selbst zu sein. Ich bleibe ziemlich entspannt, auch wenn es von außen vielleicht nicht so aussieht. Ich versuche, auf dem Boden zu bleiben, aber ich scheue mich nicht vor der Verantwortung, die mit meiner Rolle im Team einhergeht.“

Herausforderung Gruppe J

In der Gruppenphase trifft Österreich auf Algerien, den Titelverteidiger Argentinien und Jordanien. Alaba freut sich besonders auf das Duell mit Argentinien: „Es geht nicht nur um Messi: Gegen Argentinien zu spielen, ist an sich schon großartig. Sie sind schließlich die amtierenden Weltmeister. Es wird ein ganz besonderes Spiel und eine sehr schwierige Aufgabe für uns. Wir wollen uns aber nicht zu sehr auf den Gegner konzentrieren. Um Ergebnisse zu erzielen, müssen wir unseren Stil durchziehen und unser Spiel spielen, und das gilt auch für das Argentinien-Spiel.“

Auf die Frage nach den Chancen Österreichs, weit zu kommen, antwortete Alaba: „Darüber denken wir im Moment nicht nach. Ich bin überzeugt, dass wir eine Mannschaft haben, die erfolgreich sein kann, und wir werden versuchen, Geschichte zu schreiben; das ist unser Ziel. Nur die Zeit wird zeigen, ob wir genug haben, um ganz oben mitzuspielen, aber wir haben große Träume und greifen nach den Sternen.“

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