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„Dafür wirst du bezahlt“ – Erikssons Mittelfeld-DilemmaEhemalige Spieler und Trainer des englischen „Golden Generation“-Teams von 2006 erinnern sich daran, wie Trainer Sven-Göran Eriksson Schwierigkeiten hatte, das Beste aus Steven Gerrard und Frank Lampard in einem star-besetzten Mittelfeld herauszuholen./images/de/2026/06/dafur-wirst-du-bezahlt-erikssons-mittelfeld-dilemma-cf956ef2-800w.webp„Dafür wirst du bezahlt“ – Erikssons Mittelfeld-Dilemma

„Dafür wirst du bezahlt“ – Erikssons Mittelfeld-Dilemma

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Sven-Göran Eriksson an der Seitenlinie, im Hintergrund Steven Gerrard und Frank Lampard im englischen Trikot — latest news and analysis.

Short overview

Ehemalige Spieler und Trainer des englischen „Golden Generation“-Teams von 2006 erinnern sich daran, wie Trainer Sven-Göran Eriksson Schwierigkeiten hatte, das Beste aus Steven Gerrard und Frank Lampard in einem star-besetzten Mittelfeld herauszuholen.

Die englische Nationalmannschaft der Jahre um 2006 galt als eine der talentiertesten des Landes – eine „Goldene Generation“, die jedoch nie ihr volles Potenzial entfalten konnte. Im Zentrum der Diskussionen stand stets das Mittelfeld-Duo Steven Gerrard und Frank Lampard, zwei der besten Spieler ihrer Zeit, die auf dem Platz nie richtig harmonierten. Nun haben ehemalige Spieler und Trainer aus dem Umfeld von Teammanager Sven-Göran Eriksson Einblicke gegeben, wie der Schwede mit diesem Luxusproblem umging.

Das ungleiche Duo

Steven Gerrard, der Kapitän des FC Liverpool, und Frank Lampard, der Torgarant des FC Chelsea, waren auf Vereinsebene absolute Ausnahmespieler. Beide waren box-to-box-Mittelfeldspieler, die sowohl defensiv als auch offensiv Akzente setzten. Doch genau diese Ähnlichkeit wurde zum Problem: Auf dem Platz fehlte die klare Rollenverteilung, und beide Spieler suchten oft die gleichen Räume. „Es war, als hätte man zwei Motoren, die beide Vollgas geben, aber keiner bremst“, erinnert sich ein ehemaliger Teamkollege.

Erikssons Ansatz

Sven-Göran Eriksson, der von 2001 bis 2006 englischer Nationaltrainer war, versuchte verschiedene taktische Lösungen. Mal ließ er Gerrard auf der rechten Seite spielen, mal setzte er Lampard als hängende Spitze ein. Doch keine dieser Maßnahmen führte zu der erhofften Harmonie. „Sven war ein ruhiger, analytischer Trainer, aber er hatte Respekt vor den großen Persönlichkeiten im Team“, sagt ein ehemaliges Mitglied des Trainerstabs. „Er wollte beide zufriedenstellen, aber das war fast unmöglich.“

In einem Interview mit der BBC erklärte ein ehemaliger englischer Nationalspieler: „Du wirst dafür bezahlt, diese Entscheidung zu treffen. Aber Sven zögerte oft, weil er wusste, dass jede Entscheidung einen der beiden verärgern würde.“ Diese Zurückhaltung führte dazu, dass das Mittelfeld nie die erwartete Dominanz entwickelte.

Die Folgen für das Team

Die mangelnde Abstimmung im Mittelfeld wirkte sich auf das gesamte Team aus. Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland schied England im Viertelfinale gegen Portugal im Elfmeterschießen aus – erneut ohne den erhofften Titel. „Wir hatten die Spieler, um die Welt zu dominieren, aber wir haben nie den richtigen Mix gefunden“, resümiert ein ehemaliger Mitspieler. Die Diskussion um Gerrard und Lampard prägte die Ära und wurde zum Symbol für die unerfüllten Erwartungen dieser Generation.

Blick zurück

Rückblickend sind sich viele Experten einig: Eriksson hätte mutiger sein müssen. „Manchmal muss man den Mut haben, einen der beiden auf die Bank zu setzen oder das System anzupassen“, sagt ein Taktikexperte. „Aber in einem Team mit so vielen Stars ist das leichter gesagt als getan.“ Die Geschichte von Gerrard und Lampard bleibt eine der großen „Was-wäre-wenn“-Fragen des englischen Fußballs.

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